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„Wir betrachten diese Maßnahmen als rechtswidrig und grenzwertig zur internationalen Piraterie“, protestiert der Kreml

Oil tanker
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Frankreich hat im Atlantik einen weiteren Tanker beschlagnahmt, der mit Russlands Schattenflotte in Verbindung gebracht wird, woraufhin der Kreml die Operation als rechtswidrig verurteilte.

Frankreich hat einen weiteren Öltanker beschlagnahmt, der mutmaßlich zur sogenannten russischen Schattenflotte gehört, und damit eine scharfe Reaktion des Kremls ausgelöst.

Das Schiff wurde im Atlantik während einer Marineoperation abgefangen, die von mehreren internationalen Partnern unterstützt wurde.

Tanker abgefangen

Laut Digi24 unter Berufung auf AFP und Agerpres erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dass die französische Marine den Tanker am Sonntag beschlagnahmt habe.

Die Operation fand mehr als 400 Seemeilen westlich der Bretagne statt und wurde mit Unterstützung mehrerer Verbündeter, darunter Großbritannien, durchgeführt.

Die französischen Seebehörden erklärten, Inspektoren hätten das Schiff geentert, nachdem mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Flaggenregistrierung festgestellt worden seien.

Das als Tagor identifizierte Schiff wird nun festgehalten, während weitere Überprüfungen durchgeführt werden.

Macrons Warnung

Macron erklärte, die Operation sei Teil der französischen Bemühungen zur Durchsetzung internationaler Sanktionen gegen Russland.

„Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, gegen das Seerecht verstoßen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt“, schrieb er auf X.

Laut Digi24 warnte der französische Präsident zudem davor, dass solche Schiffe Risiken für die Umwelt und die Sicherheit der Schifffahrt darstellten.

Er bezeichnete Frankreichs Entschlossenheit, gegen Russlands Schattenflotte vorzugehen, als „beständig und umfassend“.

Reaktion des Kremls

Der Kreml verurteilte die Beschlagnahmung und warf Frankreich rechtswidriges Handeln vor.

„Wir betrachten diese Maßnahmen als rechtswidrig und grenzwertig zur internationalen Piraterie“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Laut Digi24 fügte Peskow hinzu, Russland ergreife Maßnahmen zum Schutz seiner Frachttransporte.

Die Äußerungen markieren den jüngsten Streit zwischen Moskau und europäischen Regierungen über die Durchsetzung von Sanktionen.

Ermittlungen eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft von Brest bestätigte die Einleitung eines Strafverfahrens.

Den Ermittlern zufolge weigerte sich der Kapitän des Tankers, Anweisungen der französischen Marinebehörden zu befolgen.

Untersucht werden mögliche Verstöße gegen Vorschriften zur Flaggenregistrierung sowie die Verweigerung der Befolgung behördlicher Anordnungen auf See.

Die Beschlagnahmung ist bereits die vierte Operation dieser Art, die Frankreich seit September 2025 gegen Schiffe durchgeführt hat, die mit Russlands Schattenflotte in Verbindung gebracht werden.

Quellen: Digi24, AFP, Agerpres