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Xi Jinping wirft Japan bei angespanntem Gipfeltreffen mit Trump „Neo-Militarismus“ vor

Chinese President Xi Jinping
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Xi Jinping soll während eines angespannten Gipfeltreffens mit Donald Trump in Peking scharfe Kritik an Japans wachsender militärischer Rolle geübt haben.

Chinas Präsident Xi Jinping soll während eines Gipfeltreffens mit US-Präsident Donald Trump in Peking scharfe Kritik an Japans wachsender militärischer Rolle geäußert haben.
Berichten zufolge entwickelte sich der Austausch zu einem der hitzigsten Momente der hochrangigen Gespräche zwischen den beiden Staatschefs.

Heftiger Schlagabtausch

Laut Digi24 unter Berufung auf die Financial Times zeigte sich Xi sichtbar verärgert, als er über Japan und dessen steigende Verteidigungsausgaben sprach.

Mit dem Gipfeltreffen vertraute Quellen erklärten, der chinesische Staatschef habe die japanische Premierministerin Sanae Takaichi scharf kritisiert und Tokio eine „Remilitarisierung“ vorgeworfen.

Das Thema überraschte Berichten zufolge amerikanische Beamte, da es in den Gesprächen vor dem Gipfel zuvor keine bedeutende Rolle gespielt hatte.

Mehrere Quellen beschrieben Xis Aussagen als den intensivsten Teil des zweitägigen Treffens.

Trumps Reaktion

Laut der Financial Times entgegnete Trump, Japan benötige stärkere Sicherheitskapazitäten angesichts der Bedrohungen durch Nordkorea.

Es bleibt unklar, ob Trump in diesem Zusammenhang auch China erwähnte.

Christopher Johnstone, ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses mit Spezialisierung auf Japan, erklärte, Xis Kritik könne letztlich Tokios Streben nach größerer militärischer Unabhängigkeit stärken.

„Seine eigenen Handlungen beschleunigen die Entstehung eines deutlich stärkeren Japans“, sagte Johnstone.

Wachsende Spannungen

Die Beziehungen zwischen Peking und Tokio haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert.

Laut Digi24 reagierte China verärgert, nachdem Takaichi gewarnt hatte, ein chinesischer Angriff auf Taiwan könnte eine „existenzielle Bedrohung“ für Japan darstellen.

Peking hat seitdem Japans steigende Verteidigungsausgaben kritisiert und Tokio vorgeworfen, sich in Richtung „Neo-Militarismus“ zu bewegen.

Das chinesische Außenministerium erklärte kürzlich, Japans Verteidigungshaushalt sei das vierzehnte Jahr in Folge gestiegen.

Regionale Sorgen

Die Financial Times berichtete, dass Japan zunehmend über Chinas militärische Aktivitäten und die engere Zusammenarbeit zwischen Peking und Moskau besorgt sei.

Tokio zeigt sich Berichten zufolge zudem zunehmend beunruhigt über die Unsicherheit hinsichtlich der amerikanischen Verpflichtungen in Asien unter Trumps Regierung.

Laut Digi24 hieß es in dem Bericht, Washington habe Japan kürzlich über mögliche Verzögerungen bei der Lieferung von Tomahawk-Raketen informiert, die im Rahmen der japanischen Verteidigungsstrategie bestellt worden waren.

Gleichzeitig wachsen die Sorgen über Taiwan und das breitere Machtgleichgewicht im indo-pazifischen Raum weiter.

Quellen: Digi24, Financial Times