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Burnham behauptet, dass der Ärmelkanal-Plan funktioniert – doch die torysche Opposition verspottet den Deal zu Beginn der Brexit-„Reset“-Gespräche

Andy Burnham
Euan Cherry / Shutterstock.com

Schleuser passen sich an, indem sie immer größere Menschenmengen auf immer weniger, riesige Schlauchboote pferchen.

Die Verstärkung der Sicherheitskooperation im Ärmelkanal zeigt bereits messbare Ergebnisse. Das erklärte Premierminister Andy Burnham während eines bilateralen Gipfeltreffens in Downing Street.

Offizielle Zahlen zeigen, dass die Gesamtzahl der Überfahrten im Sommer auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren gefallen ist. Dennoch passen sich Schleuser schnell an und pferchen größere Menschenmengen auf riesige Schlauchboote.

Um diese kriminellen Netzwerke zu zerschlagen, wird in Kürze ein spezialisiertes französisches Polizeiteam entlang der Küstenabschnitte im Einsatz sein.

Die britischen Steuerzahler werden die Einheit von 45 zusätzlichen Beamten direkt finanzieren, um gefährliche Aktionen zu stoppen, bevor die Boote das offene Meer erreichen, berichtet die Daily Mail.

Schmuggler ändern ihre Taktik

Der Rückgang der Überfahrten im Ärmelkanal bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Schmugglernetzwerke an Boden verlieren.

Stattdessen passen sich die Schleuser an, indem sie mehr Menschen auf weniger und deutlich größere Boote setzen.

Die durchschnittliche Zahl der Migranten an Bord eines Schlauchboots ist auf etwa 80 gestiegen, während ein Schiff vor Kurzem mit einer Rekordzahl von 230 Personen den Ärmelkanal überquerte.

Smuggler haben auch ihre Abfahrtsorte weiter nach Westen entlang der französischen Küste verlegt, was die Behörden zwingt, ihre Einsätze über die traditionellen Gebiete um Calais hinaus auszuweiten.

Die sich ändernden Taktiken verdeutlichen, warum britische und französische Offizielle trotz des jüngsten Rückgangs der Überfahrten weiterhin besorgt sind, berichtet The Times.

Sich wandelnde politische Verhältnisse

Oppositionspolitiker übten umgehend scharfe Kritik an dem neuen Sicherheitsabkommen, berichtet die Daily Mail.

Vertreter der toryschen Opposition verspotteten die Maßnahme rasch und behaupteten, 45 zusätzliche Beamte würden wenig bewirken, während sie den Rückgang der Überfahrten in erster Linie auf schlechte Wetterbedingungen zurückführten.

Wirtschaftliche Spannungen und Handelshemmnisse dominierten ebenfalls die hochkarätige Agenda.

Burnham trieb seine Vision eines Brexit-„Resets“ energisch voran und machte vergangene Handelshemmnisse direkt für ein Jahrzehnt schleppenden nationalen Wachstums verantwortlich.

Eine Sprecherin aus No10 erläuterte das diplomatische Treffen: „Der Premierminister dankte Präsident Macron zunächst für die Leihgabe des Teppichs von Bayeux durch Frankreich. Dies symbolisiere die gemeinsamen Bande zwischen Großbritannien und Frankreich und sei ein Zeichen der Einheit in einer zunehmend gespaltenen Welt.“

Tiefer gehende europäische Beziehungen

Beide Staats- und Regierungschefs waren sich einig, dass die Bewältigung von Grenzspannungen eine tiefere kontinentale Zusammenarbeit erfordert.

Über die unmittelbare maritime Sicherheit hinaus strebt Downing Street engere regulatorische Beziehungen zu europäischen Partnern an, um die Handelsbeziehungen wiederaufzubauen.

Offizielle Delegationen aus London und Paris werden nun weitere bilaterale Gespräche über Energie und Verteidigung führen.

Diese Treffen sollen den Boden für einen umfassenderen europäischen Gipfel bereiten, der für später im Jahr geplant ist, berichtet die Daily Mail.