Die Premierministerin stellte klar, dass sie für den Verbleib stimmen werde.
Anfang dieses Monats gab eine Bewegung, die für die Abspaltung der kanadischen Provinz Alberta kämpft, bekannt, genügend Unterschriften gesammelt zu haben, um ein Referendum über die Sezession von Kanada auszulösen.
Nun wurde der Termin für dieses Referendum festgelegt: Die Bewohner Albertas werden im Oktober dieses Jahres an die Wahlurnen treten, wie mehrere Sender, darunter die BBC, berichten.
Die Bürger müssen entscheiden, ob sie in Kanada bleiben oder ihre Provinzregierung dazu zwingen wollen, den rechtlichen Prozess zur vollständigen Loslösung einzuleiten.
Die Frage auf dem Stimmzettel
Premierministerin Danielle Smith enthüllte in einer Fernsehansprache die genaue Frage, die auf dem Stimmzettel stehen wird:
Soll Alberta eine Provinz Kanadas bleiben, oder soll die Regierung von Alberta den in der kanadischen Verfassung vorgesehenen rechtlichen Prozess einleiten, um ein bindendes Provinzreferendum über die Frage abzuhalten, ob Alberta sich von Kanada abspalten soll oder nicht?
Smith plant, für den Verbleib Albertas in Kanada zu stimmen. Sie möchte die Abstimmung jedoch nutzen, um die Bundesführer zu mehr lokalen Befugnissen zu drängen, und wirft der Zentralregierung vor, den Provinzen Macht zu entziehen.
Ein Wettstreit der Rivalen
Zwei rivalisierende Kampagnen kämpfen um Unterstützung. Der ehemalige stellvertretende Premierminister Thomas Lukaszuk führt die Bewegung „Forever Canadian“ an. Um die Provinz in Kanada zu halten, sammelte seine Gruppe über 456,000 Unterschriften.
Lukaszuk schrieb in den sozialen Medien, sein Team werde für die Einheit kämpfen. Smith hingegen beschrieb die Initiative als Absicht, „ein Referendum über die Abhaltung eines Referendums über die Zerstörung Kanadas abzuhalten.“
Auf der anderen Seite reichte die Kampagne „Stay Free Alberta“ 300,000 Unterschriften ein, um die Sezession voranzutreiben. Lokale Wahlbeamte haben diese Namen noch nicht überprüft, da ein Gerichtsbeschluss den Prozess unterbrochen hat.
Rechtliche Herausforderungen voraus
Ein Gericht in Alberta entschied, dass eine Abspaltung die Rechte der indigenen Bevölkerung verletzen würde. In ihrem Urteil schrieb Richterin Shaina Leonard, dass „die Regierung von Alberta ihre Konsultationspflicht“ gegenüber den First Nations-Gruppen „verletzt hat.“
Die Anführer der First Nations betonen, dass ihre historischen Verträge vor der Gründung der Provinz im Jahr 1905 unterzeichnet wurden. Diese Abkommen erlaubten Siedlern die Nutzung des Landes. Sie übertrugen jedoch kein Eigentum.
Ein weiteres wachsendes Problem ist die Einmischung von außen. Die Plattform DisinfoWatch warnte, dass Akteure in Russland und den USA diese Spaltungen ausnutzen. Sicherheitsbeamte untersuchen auch eine separatistische Gruppe, die 2.9 millionen Wählerverzeichnisse online geleakt hat.
Quellen: BBC, DisinfoWatch, Onet