Startseite Politik Donald Trump lässt sein eigenes Siegesnarrativ subtil kollabieren

Donald Trump lässt sein eigenes Siegesnarrativ subtil kollabieren

Donald Trump
Joey Sussman / Shutterstock.com

Das Verfolgen von Konfliktprognosen kann knifflig sein, besonders wenn politische Rhetorik auf die reale wirtschaftliche Lage trifft.

Wenn öffentliche Aussagen nicht mit der Realität an der Zapfsäule übereinstimmen, bemerken alltägliche Verbraucher diese Diskrepanz meist als Erste. Donald Trump hat öffentlich eingeräumt, dass die Militärkampagne gegen den Iran weiter andauert.

Das Geständnis erfolgte am Montag in einem Beitrag auf Truth Social, in dem er sinkende Energiekosten direkt an einen zukünftigen Sieg knüpfte. „Die Ölpreise werden rapide fallen, genau wie alles andere fällt (aber noch mehr!), wenn wir den Krieg mit dem Iran GEWINNEN“, schrieb er.

Er fügte hinzu, dass der Treibstoff schließlich unter zwei Dollar pro Gallone fallen werde, und beharrte darauf, dass „der Iran niemals eine Nuklearwaffe haben wird“. Die Aussage steht in scharpem Kontrast zu seiner früheren Rhetorik.

Eine Analyse von The Daily Beast ergab, dass Trump seit Beginn der Militäraktionen Ende Februar mindestens 66-mal den Sieg in dem Konflikt beansprucht hatte. Der Zeitplan hat sich deutlich über die ursprünglichen Erwartungen hinaus verzögert.

Was zu Beginn als eine Kampagne von vier bis fünf Wochen dargestellt wurde, zieht sich nun schon seit über sechs Monaten hin.

Steigende menschliche Kosten

Über den sich verschiebenden Zeitplan hinaus nehmen der menschliche und finanzielle Tribut weiter zu. Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte im Juli laut New York Times, dass die Kosten des Konflikts 37,5 Milliarden Dollar erreicht hatten.

Auch die Zahl der Opfer ist gestiegen. Bislang wurden 18 US-Soldaten getötet und mehr als 750 bei den Einsätzen verwundet.

Iranische Drohnen- und Raketenangriffe haben regionale Einrichtungen ins Visier genommen, was langfristige strategische Bedenken aufwirft.

Der pensionierte Vier-Sterne-General der Armee Barry McCaffrey warnte auf X, dass die USA „wahrscheinlich dauerhaft den Zugang zu 15 Stützpunkten am Persischen Golf verloren haben“.

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Druck an der Zapfsäule

Unterdessen spüren die Verbraucher weiterhin den Druck an der Tankstelle. Trotz der Prognosen sinkender Preise liegt der landesweite Durchschnitt für Benzin laut AAA derzeit bei 4,15 Dollar pro Gallone.

Unterbrechungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben die Energiepreise hoch gehalten. Letzte Woche erreichten die Dieselpreise in den USA Rekordhöhen, während die allgemeinen Benzinpreise um fast 40 Prozent sprunghaft anstiegen.

Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor angedeutet, dass die Preise bis zum Labor Day auf drei Dollar fallen könnten. Stattdessen zahlen Autofahrer deutlich mehr als noch zu Beginn des Sommers.

Quellen: Daily Beast, New York Times, AAA