Nach dem Zugriff der USA auf Venezuelas Führung setzt Präsident Donald Trump außenpolitisch auf Eskalation durch Worte.
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In Washington entsteht der Eindruck, dass militärische Macht, politischer Druck und öffentliche Drohungen erneut als zentrale Instrumente genutzt werden. Internationale Reaktionen zeigen, wie ernst diese Signale genommen werden.
Berichten zufolge geht es dabei nicht nur um Venezuela. Aussagen Trumps und seines Kabinetts richten sich gegen mehrere Staaten und lassen offen, wo Worte enden und Taten beginnen.
Militärische Signale
Besonders deutlich äußerte sich Trump mit Blick auf Kolumbien. Wie Die Zeit berichtet, stellte er das Land als Quelle des Drogenschmuggels dar und sprach von einer Regierung, die das Problem nicht kontrolliere. Auf Nachfrage deutete er an, ein militärisches Vorgehen nicht auszuschließen, und sagte: „Das klingt gut für mich.“
Auch gegenüber dem Iran verschärfte der US-Präsident den Ton. Er drohte Teheran mit einem harten Eingreifen, falls Sicherheitskräfte erneut tödlich gegen Protestierende vorgingen, wie Die Zeit berichtet. Auf Truth Social schrieb Trump: „Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind bereit.“
Politischer Druck
Neben militärischen Andeutungen setzt Washington auf politischen Druck. Mexiko wird dabei als Schlüsselstaat dargestellt. Trump erklärte, die Regierung von Präsidentin Claudia Sheinbaum habe die Kontrolle über die Kartelle verloren und machte deutlich, dass die USA Handlungsbedarf sähen, wie Die Zeit berichtet.
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Auch Kuba geriet ins Visier. Außenminister Marco Rubio bezeichnete gegenüber NBC News die Führung in Havanna als „riesiges Problem“, wie Die Zeit berichtet. Konkrete Schritte nannte er nicht, betonte aber die langjährige Gegnerschaft der US-Regierung zum kubanischen System.
Reaktionen und Warnungen
Die angesprochenen Staaten reagierten mit scharfer Kritik. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro sprach von einer Gefährdung der regionalen Souveränität und ließ zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zu Venezuela ergreifen.
Auch aus Teheran kamen Warnungen. Ein ranghoher Vertreter erklärte auf der Plattform X, die USA sollten „auf ihre eigenen Soldaten aufpassen“, wie Die Zeit berichtet.
In Europa wiederum lösten Trumps erneute Forderungen nach Kontrolle über Grönland deutlichen Widerspruch aus.
Strategischer Kontext
Diplomaten und Beobachter sehen in der Rhetorik eine bewusste Machtdemonstration. Trump versucht außenpolitische Entschlossenheit zu zeigen und zugleich politischen Spielraum offen zu halten.
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Ob die Drohkulisse Teil einer langfristigen Strategie oder vor allem ein innenpolitisches Signal ist, bleibt vorerst unklar.
Quelle: Die Zeit