Neue Geheimdienstbedenken rund um Kuba entstehen, während die Spannungen zwischen Washington, Moskau und Teheran weiter zunehmen.
Neue Geheimdienstbedenken rund um Kuba entstehen, während die Spannungen zwischen Washington, Moskau und Teheran weiter zunehmen.
Laut dem Kyiv Independent unter Berufung auf Axios glauben US-Beamte, dass Havanna die militärische Zusammenarbeit mit Russland verstärkt und gleichzeitig iranische Verteidigungstaktiken untersucht.
Strategische Lage
Kubas Nähe zu den Vereinigten Staaten hat die Insel in Zeiten geopolitischer Spannungen seit langem strategisch bedeutsam gemacht.
US-Beamte erklärten gegenüber Axios, dass sie Berichte über kubanisches Interesse an russischen Drohnen und anderen Militärsystemen genau beobachten.
Die Behauptungen wurden bislang nicht unabhängig öffentlich bestätigt.
Dennoch gehen US-Geheimdienstquellen Berichten zufolge davon aus, dass Kuba bereits Hunderte russischer und iranischer Drohnen erhalten hat.
Regionale Sorgen
Mit der Angelegenheit vertraute Beamte erklärten, dass die Drohnen an mehreren Standorten im ganzen Land gelagert werden.
Laut Axios haben einige kubanische Beamte auch mögliche Szenarien diskutiert, die Guantanamo Bay, Key West und US-Marineeinheiten betreffen.
Die gemeldeten Entwicklungen haben die allgemeinen US-Sorgen über russischen und iranischen Einfluss in der Karibik verstärkt.
US-Beamte behaupten außerdem, dass Kuba weiterhin Geheimdienstanlagen beherbergt, die mit China und Russland verbunden sind.
Diplomatischer Druck
Washington hat Havanna Berichten zufolge davor gewarnt, die Insel zu einer Plattform für ausländische Gegner werden zu lassen.
US-Beamte erklärten, CIA-Direktor John Ratcliffe habe diese Botschaft kürzlich während Gesprächen über Kuba übermittelt.
„Direktor Ratcliffe machte deutlich, dass Kuba nicht länger als Plattform für Gegner dienen kann, um feindliche Agenden in unserer Hemisphäre voranzutreiben“, sagte ein CIA-Beamter gegenüber Axios.
Dem Bericht zufolge versuchen kubanische Beamte außerdem zu verstehen, wie es dem Iran gelungen ist, jahrelangem militärischen und wirtschaftlichen Druck der USA standzuhalten.
Lehren aus der Ukraine
US-Geheimdienstbewertungen deuten darauf hin, dass Kuba durch Russlands Krieg in der Ukraine zusätzliche militärische Erfahrungen gesammelt hat.
US-Beamte schätzen, dass seit Beginn der groß angelegten Invasion Tausende kubanische Staatsbürger an der Seite russischer Streitkräfte gekämpft haben.
„Sie sind Teil von Putins Fleischwolf. Sie lernen iranische Taktiken kennen. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, sagte ein hochrangiger US-Beamter.
Die Ukraine stufte im vergangenen Jahr ihre diplomatischen Beziehungen zu Havanna wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit kubanischen Rekrutierungsbemühungen zugunsten des russischen Militärs herab.
Begrenzte Bedrohung
Trotz der Geheimdienstsorgen betrachten US-Beamte Kuba Berichten zufolge nicht als fähig, eine größere konventionelle militärische Bedrohung darzustellen.
Ein Beamter sagte Axios, es sei weiterhin unklar, ob das Land noch über einsatzfähige Kampfflugzeuge verfügt.
Die Beamten betonten jedoch, dass Kubas Lage rund 90 Meilen von Florida entfernt das Thema politisch und strategisch sensibel macht.
Axios berichtete außerdem, dass US-Staatsanwälte möglicherweise bald eine Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Staatschef Raul Castro veröffentlichen könnten.
Quellen: Kyiv Independent, Axios, Reuters, AP