Startseite Verbrechen Epsteins frühere Insel: Eigentümer verklagt neun wegen mutmaßlichen Hausfriedensbruchs

Epsteins frühere Insel: Eigentümer verklagt neun wegen mutmaßlichen Hausfriedensbruchs

epstein island Little St. James
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Wiederholte unbefugte Besuche auf einem Grundstück in der Karibik haben zu mehreren Gerichtsverfahren geführt. Die Streitigkeiten betreffen Online-Content-Creator, Inselangestellte sowie Vorwürfe, die sich aus Begegnungen auf dem Privatgelände ergeben haben.

Eine mit dem Investor Stephen Deckoff verbundene Holdinggesellschaft hat rechtliche Schritte gegen neun Personen eingeleitet, denen vorgeworfen wird, Little St. James und die benachbarte Insel Great St. James ohne Erlaubnis betreten zu haben.

Die Klagen wurden von LSJVI, LLC, einem mit Deckoff verbundenen Unternehmen, eingereicht, wie Business Insider und von TV 2 eingesehene Gerichtsunterlagen berichten. Deckoff ist Gründer und geschäftsführender Partner von Black Diamond Capital Management.

Die Zivilklagen richten sich gegen YouTuber, Content-Creator und andere Personen, die Besuche auf den einst Jeffrey Epstein gehörenden Inseln gefilmt haben. Mit den Klagen sollen zudem Einnahmen zurückgefordert werden, die angeblich mit Videos über diese Reisen erzielt wurden.

In einer Klage, die Benjamin Owen und Ryan Dalton betrifft, wird den beiden Hausfriedensbruch vorgeworfen, während sie Behauptungen nachgingen, wonach Epstein noch am Leben sein könnte. Diese Darstellung stammt von Deckoffs Anwälten und ist weiterhin Gegenstand eines laufenden Rechtsstreits.

Zu den weiteren Beklagten zählen laut Business Insider die Brüder Eloi und Marcel Gil Sancho sowie Andrew Petersen. Petersen sagte Business Insider, seine Gruppe habe das Grundstück bei einem Besuch im Jahr 2025 ohne Erlaubnis betreten und sei sich bewusst gewesen, dass dies rechtliche Konsequenzen haben könne.

Deckoffs Vertreter argumentieren, dass unbefugte Besucher ein Risiko für die Menschen darstellen, die auf Little St. James leben und arbeiten. Ein Sprecher sagte Business Insider, man werde auch weiterhin rechtliche Schritte gegen Personen einleiten, die sich beim unbefugten Betreten des Grundstücks filmen und mit den daraus entstandenen Inhalten Geld verdienen.

Auch strafrechtliche Verfahren sind aus Auseinandersetzungen auf der Insel hervorgegangen.

Strafrechtliche Vorwürfe nach Auseinandersetzungen

Laut einer eidesstattlichen Aussage gegenüber der Polizei näherten sich Eloi und Marcel Gil Sancho am 1. März 2026 Little St. James, während sie Aufnahmen für eine Dokumentation sammelten. Ihre Drohne ging auf der Insel zu Boden, woraufhin Marcel an Land schwamm, um sie zu bergen.

Eloi erklärte den Ermittlern, die Grundstücksverwalterin Ann Rodriquez sei später mit einem Boot auf sie zugekommen und habe etwas, das wie eine Handfeuerwaffe ausgesehen habe, auf Marcel gerichtet. Er behauptete zudem, Rodriquez habe während der Begegnung wiederholt gedroht, sie zu töten.

In der eidesstattlichen Aussage heißt es, die Ermittler hätten die Waffe später als Luftdruckwaffe identifiziert, die einer Glock-19-Pistole nachempfunden sei. Außerdem habe Rodriquez eingeräumt, Speicherkarten mit Drohnenaufnahmen im Meer entsorgt zu haben.

Den Angaben zufolge fanden die Behörden Eloi später nackt an Bord eines Bootes vor, wobei seine Hände und Füße gefesselt waren. Rodriquez erklärte, sie habe eine Festnahme durch eine Privatperson vorgenommen. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen sie Anklage wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Sie bestreitet ein Fehlverhalten.

Auch eine Auseinandersetzung im April, an der Owen und Dalton beteiligt waren, führte zu strafrechtlichen Anklagen. Owen wurde wegen Hausfriedensbruchs angeklagt, während die Staatsanwaltschaft den Inselangestellten Paul J. Arnold III wegen Körperverletzung anklagte. Ihm wird vorgeworfen, Owen geschlagen zu haben.

Pläne für Ferienresort weiterhin nicht verwirklicht

Deckoff erwarb Little St. James und Great St. James im Jahr 2023 aus Epsteins Nachlass, nachdem die beiden Immobilien zuvor für 125 Millionen US-Dollar zum Verkauf gestanden hatten. Business Insider berichtete, dass er die Inseln schließlich für 60 Millionen US-Dollar kaufte und damit für weniger als die Hälfte des ursprünglichen Angebotspreises.

In einer Mitteilung von SD Investments hieß es, die neuen Eigentümer wollten die Inseln in ein Fünf-Sterne-Resort mit 25 Zimmern umwandeln. Das Unternehmen stellte das Projekt als Luxusreiseziel vor, doch die geplante Entwicklung ist bislang nicht umgesetzt worden.

Das US Virgin Islands Department of Planning and Natural Resources teilte Business Insider mit, dass unter Deckoffs Eigentümerschaft bislang nur eine Baugenehmigung für ein Lagerhaus beantragt worden sei. Dies deutet darauf hin, dass das größere Resortprojekt dieses Stadium noch nicht erreicht hat.

Das Büro des Generalstaatsanwalts der Amerikanischen Jungferninseln unter Gordon Rhea lehnte eine Stellungnahme zu den Strafverfahren ab, schreibt Business Insider.

Quellen: Business Insider, TV 2