Anstieg der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine, sagt deutscher Beamter

Peter Zeifert

2 Wochen vor

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02/06/2024
Welt
Foto: Sebastian Castelier / Shutterstock.com
Foto: Sebastian Castelier / Shutterstock.com
Ukraine untersucht über 133.000 russische Kriegsverbrechen und verzeichnet einen dramatischen Anstieg der dokumentierten Fälle.

Die Ukraine untersucht derzeit beeindruckende 133.000 Fälle russischer Kriegsverbrechen, wie Klaus Hoffmann, ein deutscher Berater des ukrainischen Generalstaatsanwalts, berichtet.

Laut Agerpres teilte Hoffmann diese Zahlen in einem Interview mit der deutschen Zeitung Neue Osnabrücker Zeitung mit und hob einen dramatischen Anstieg der dokumentierten Vorfälle seit Ende 2022 hervor.

Ein deutlicher Anstieg der Kriegsverbrechen-Fälle

Die Zahl der Kriegsverbrechen-Fälle hat sich seit Ende letzten Jahres mehr als verdoppelt und ist von 56.000 auf die aktuelle Zahl gestiegen. Hoffmann betonte den signifikanten Anstieg und wies darauf hin, dass viele dieser Fälle gründlich dokumentiert sind.

"Es ist ein enormer Anstieg", sagte er und unterstrich die Schwere und das Ausmaß der Situation.

Hoffmann wies auf spezifische Arten von Kriegsverbrechen hin, die untersucht werden, darunter russische Luftangriffe auf zivile Ziele und die Zwangsadoption ukrainischer Kinder.

Obwohl er sich vor Abschluss der Ermittlungen mit rechtlichen Urteilen zurückhielt, äußerte Hoffmann seine persönliche Ansicht, dass diese Handlungen "Terrorismus gegen die Zivilbevölkerung" darstellen.

Viele dieser mutmaßlichen Verbrechen wurden von den russischen Tätern selbst dokumentiert, wobei angeblich kommandierende Offiziere für ihre Handlungen belohnt werden.

Diese Dokumentation trägt zu den Beweisen bei, die in den laufenden Ermittlungen verwendet werden.

Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 dient Hoffmann als Berater des ukrainischen Generalstaatsanwalts.

Seine frühere Erfahrung umfasst die Arbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag, was ihm einen robusten Hintergrund im Umgang mit Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verleiht.

Der dramatische Anstieg der dokumentierten Kriegsverbrechen unterstreicht die anhaltende humanitäre Krise in der Ukraine und die dringende Notwendigkeit von Rechenschaftspflicht und Gerechtigkeit für die Opfer.