Die vorgeschlagene Strategie wird das Spektrum der nuklearen Reaktionen aktualisieren, die dem amerikanischen Präsidenten zur Verfügung stehen.
Militärplaner verbringen ihre Tage damit, sich mit den absolut schlimmsten Szenarien auseinanderzusetzen.
Hinter verschlossenen Türen überarbeiten Beamte in Washington still und leise das ultimative Regelwerk.
Die alten Regeln globaler Konflikte, so scheint es, gelten in der modernen Welt nicht mehr.
Ein massiver Strategiewechsel
Die Vereinigten Staaten erarbeiten aktiv eine neue Atomwaffenstrategie. Dieser neue Plan zielt darauf ab, sich auf einen potenziellen Konflikt mit großen Rivalen wie Russland oder China vorzubereiten, wie der Daily Express berichtete.
Elbridge Colby, der Leiter der Politikabteilung im Verteidigungsministerium, leitet diese Planungen. Fünf mit der Angelegenheit vertraute Personen teilten NBC News mit, dass sich die Strategie stark auf taktische Waffen mit kürzerer Reichweite konzentriere.
Dies stellt eine enorme Abkehr von Richtlinien dar, denen das Militär seit Jahrzehnten gefolgt ist. Colby wird voraussichtlich am Mittwoch das US Strategic Command in Nebraska besuchen, um genau diese Änderungen zu besprechen.
Optionen für den Präsidenten
Die vorgeschlagene Strategie wird das Spektrum der nuklearen Reaktionen aktualisieren, die dem amerikanischen Präsidenten während einer größeren Krise zur Verfügung stehen.
Die Planer wollen verhindern, dass ein standardmäßiger, konventioneller Krieg zu einer nuklearen Katastrophe eskaliert. Indem sie klare Schritte festlegen, hoffen sie sicherzustellen, dass feindliche Nationen regionale Konflikte nicht zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen können.
Diese Planung folgt deutlichen Warnungen des Pentagons. Beamte wiesen kürzlich darauf hin, dass die USA nun gleichzeitig zwei große nukleare Konkurrenten gegenüberstünden.
Universitäten im Visier
Die Regierung behält auch ausländische Akademiker viel genauer im Auge. Im vergangenen Monat hat das Verteidigungsministerium offiziell drei prominente chinesische Forschungsuniversitäten markiert.
Beamte brachten diese Hochschulen mit „problematischen Aktivitäten“ in Verbindung, die die nationale Sicherheit bedrohen könnten. Eine spezielle Beobachtungsliste umfasst nun 130 verschiedene Institutionen in China, Russland und Iran.
Diese Sicherheitsmaßnahmen erfolgen inmitten wachsender Besorgnis über die militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking.
Technologietransfer gegen Bauteile
China liefert regelmäßig zivile Komponenten wie Motoren und Elektronik über die Grenze nach Russland. Experten stellen fest, dass diese Teile oft in Drohnen landen, die im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden.
Im Gegenzug erwirbt China wertvolles militärisches Wissen. Peking erhält fortgeschrittene Ausbildung, Geheimdienstinformationen und Militärtechnologie von Russland, so ein Bericht des Economist.
Verbündete der Ukraine glauben, dass dieser Handel unglaublich ernstzunehmende Hardware umfasst. Sie vermuten, dass Russland China aktiv dabei hilft, seine Luftabwehrsysteme aufzurüsten und heimlichere Atom-U-Boote zu bauen.
Quellen: Daily Express, NBC News, Pentagon, Verteidigungsministerium, The Economist