Ein Stoppschild drehen für 120.000 Dollar im Jahr: Wie es wirklich ist, Verkehrslotse zu sein

Geschrieben von Olivia Rosenberg

12 Wochen vor

|

29/02/2024
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Die Arbeit eines Verkehrslotsen in Australien.

Verkehrslotsen und Bauarbeiter in Victoria stehen vor einer erheblichen Gehaltserhöhung im Rahmen einer neuen Arbeitsvereinbarung. 

Vollzeitbeschäftigte sollen künftig 120.000 Dollar pro Jahr für eine 36-Stunden-Woche verdienen, zuzüglich Zulagen und Überstunden. 

Diese Vereinbarung wird derzeit zwischen der Construction, Forestry and Maritime Employees Union (CFMEU) und der Staatsregierung finalisiert. 

Die Gehaltserhöhung hat in den sozialen Medien für Diskussionen gesorgt, insbesondere im Vergleich zu den Gehältern in Branchen wie der Pflege und dem Lehrberuf. 

Arbeiter argumentieren jedoch, dass die Bezahlung die Arbeitsbedingungen und Risiken ihrer Tätigkeit widerspiegelt.

Jade Campbell, die vier Jahre lang als Verkehrslotse in Victoria tätig war und nun als Bauleiterin mit Schwerpunkt Verkehrsmanagement arbeitet, teilte ihre Brancheneinblicke mit SBS News

Sie beschreibt, dass es keinen typischen Arbeitstag gibt und die Arbeit oft gefährlich und unvorhersehbar ist. 

Verkehrslotsen müssen nicht nur den Verkehr um Baustellen herum leiten, sondern auch mit hohen Geschwindigkeiten, verbalen Übergriffen und sogar physischen Gefahren durch Fahrzeuge umgehen.

Campbells Erfahrungen beleuchten die Missverständnisse, mit denen Verkehrslotsen konfrontiert sind, und betonen die Bedeutung ihrer Arbeit für die Sicherheit auf den Straßen. 

Die neue Gehaltsvereinbarung spiegelt nicht nur das Risiko und die Verantwortung ihrer Arbeit wider, sondern ist auch ein Schritt zur Anerkennung der entscheidenden Rolle, die sie im Bau- und Verkehrswesen spielen.