Einige Nutzer bemerkten den starken Kontrast zwischen den albernen Memes und den andauernden realen Krisen.
Soziale Medien sind seit Langem ein Ort, an dem Politiker Dampf ablassen können.
Doch wenn ein Staatschef den ganzen Tag damit verbringt, gefälschte Bilder von sich selbst zu teilen, kann die öffentliche Reaktion schnell von Belustigung zu echter Besorgnis umschlagen.
Wendepunkt
Donald Trumps jüngste Posting-Flut am Wochenende hat ernsthafte Fragen zu seiner Amtsfähigkeit aufgeworfen. Nachdem der 80-jährige Präsident Dutzende von KI-generierten Bildern geteilt hatte, forderten Kritiker laut The Irish Star seine Absetzung gemäß dem 25. Zusatzartikel der Verfassung.
Die Online-Hysterie wurde durch eine unaufhörliche Welle bizarrer Inhalte angeheizt, die politische Rivalen und Prominente ins Visier nahmen, während sie gleichzeitig den Präsidenten in heroischen Rollen darstellten.
Der politische Kommentator Harry Sisson verfolgte den Zeitverlauf genau. Er teilte seine detaillierte Analyse auf X und nahm dabei kein Blatt vor den Mund.
„Trump hat gerade eine psychische Episode in den sozialen Medien. Er postet den ganzen Tag ununterbrochen“, schrieb Sisson.
Eine digitale Flut
Das schiere Volumen der Inhalte überraschte viele Beobachter völlig. Laut Sissons Analyse veröffentlichte Trump innerhalb eines Fünf-Stunden-Fensters auf Truth Social unglaubliche 43 Beiträge.
Die Bilder reichten von absurd bis offen aggressiv. Follower sahen gefälschte Filmplakate, gemischt mit Angriffen auf Late-Night-Comedians, neben erschreckenden Szenen militärischer Aktionen.
Im Laufe des Tages beschleunigte sich das Tempo nur noch. Und da gerieten die Dinge wirklich außer Kontrolle. Während einer hektischen Phase feuerte der Präsident in nur 25 Minuten 14 Beiträge ab.
Zum Äußersten getrieben
Die digitale Flut trieb Kritiker zum Äußersten. „Er ist verrückt. 25. Zusatzartikel JETZT“, forderte Sisson online.
Andere Social-Media-Nutzer schlossen sich schnell der Forderung an, dass das Kabinett eingreifen solle. Sie argumentierten, der konstante Strom einer fabrizierten Realität entlarve einen Staatschef, der zusehends den Bezug zu den tatsächlichen Ereignissen verliere.
Ein Kommentator äußerte sich unverblümt zu der beispiellosen Situation. „Ja, es ist Zeit, den 25. Zusatzartikel anzurufen. Er hat Matsch im Gehirn“, schrieb er.
Ein öffentlicher Zusammenbruch
Einige Nutzer bemerkten den starken Kontrast zwischen den albernen Memes und den andauernden realen Krisen. Für viele wirkte das Verhalten eines Oberbefehlshabers völlig unangemessen.
„Das ist nicht ‚einfach nur Trump, der Trump ist‘. Dutzende von KI-Angriffsmemes, Promi-Hetzkampagnen und grafische Iran-Kriegs-Fantasien innerhalb weniger Stunden zu veröffentlichen, während das Land mit echten Spannungen zu kämpfen hat, ist keine Strategie, sondern ein öffentlicher Zusammenbruch“, bemerkte ein anderer Nutzer.
Eine andere Person argumentierte, die Situation sei viel zu ernst geworden, um sie zu ignorieren. „Wenn ein Präsident nicht aufhören kann, diese Art von unzusammenhängenden Inhalten ununterbrochen zu generieren und zu posten, hört die Debatte über den 25. Zusatzartikel auf, parteiisch zu sein, und wird notwendig“, fügte sie hinzu.
Quellen: The Irish Star, X