Entdeckung von 'außerirdischen Metallen' in antikem spanischem Schatz

Geschrieben von Rikki Jürgensen

14 Wochen vor

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13/02/2024
Foto: Villena Museum
Foto: Villena Museum
Entdeckung von 'außerirdischen Metallen' in antikem spanischem Schatz.

Wissenschaftler haben Materialien in einem 3.000 Jahre alten Schatz entdeckt, von denen sie sagen, sie stammten "von außerhalb des Planeten Erde". Der Schatz von Villenna, der 1963 auf der Iberischen Halbinsel ausgegraben wurde und aus 59 vergoldeten Objekten besteht, wurde analysiert und zeigte, dass er 'außerirdische' Substanzen enthält.

Insbesondere wurden zwei Gegenstände aus der Sammlung, eine goldbeschichtete Kappe und ein Armband, gefunden, die Meteoriteneisen enthalten – eine Substanz aus der frühen protoplanetaren Scheibe des Universums, die in Eisen- und Nickelmeteoriten gefunden wird. Die Kappe besteht zu 5,5 % aus Meteoriteneisen, während das Armband 2,8 % enthält.

Man glaubt, dass dieses 'außerirdische' Material von einem Meteor stammt, der vor etwa einer Million Jahren auf die Erde aufprallte.

Foto: Villena Museum

Laut LBC merkte das wissenschaftliche Team an,

"Da sie aus dem Weltraum kommen, bestehen [die Metalle] aus einer Eisen-Nickel-Legierung mit einem variablen Nickelgehalt von mehr als fünf Prozent nach Gewicht. Sie enthalten auch Kobalt unter anderen geringfügigen und Spurenelementen."

Diese Entdeckung fügt den Beweisen hinzu, dass antike Zivilisationen Meteoriten, die natürlicherweise hohe Nickelgehalte aufweisen, zur Herstellung einzigartiger Artefakte verwendeten – eine Praxis, die auch im Grab des Tutanchamun beobachtet wurde.

Ignacio Montero Ruiz, der leitende Autor der Studie und Forscher am Institut für Geschichte Spaniens, teilte seine Einsichten mit Live Science über die Bedeutung dieses Fundes.

Foto: Villena Museum

Er wies darauf hin, dass die Eisentechnologie sich stark von der kupferbasierten Metallurgie und edlen Metallen wie Gold und Silber, die zu dieser Zeit verwendet wurden, unterschied.

"Menschen, die mit meteoritischem Eisen und später mit irdischem Eisen zu arbeiten begannen, mussten [gezwungen sein] zu innovieren und neue Technologien zu entwickeln", erklärte er.

Interessanterweise wurde der Großteil des Schatzes von Villenna, der wahrscheinlich einer Gemeinschaft und nicht einer einzelnen königlichen Familie gehörte, aus 23,5-karätigem Gold hergestellt, was das Vorhandensein von Meteoriteneisen umso außergewöhnlicher macht.

Dieser Fund hebt nicht nur die fortgeschrittenen metallurgischen Fähigkeiten der antiken Völker hervor, sondern bietet auch einen faszinierenden Einblick in ihre Nutzung von Materialien aus dem Kosmos.