Erdogan gesteht Niederlage: Zeit für Veränderung?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Imamoglu als Hoffnungsträger.

Bei den jüngsten Kommunalwahlen in der Türkei musste Präsident Recep Tayyip Erdogan eine herbe Niederlage hinnehmen. 

Die oppositionelle CHP, die Partei des Gründers der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, konnte landesweit fast 38 Prozent der Stimmen für sich gewinnen und lag damit mehr als zwei Punkte vor Erdogans AKP. 

Diese Wahl galt als wichtiger Stimmungstest für Erdogan, der erst im Mai 2023 für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt wurde.

Nach der Niederlage signalisierte Erdogan eine mögliche Kurskorrektur und erklärte, dass dies nicht das Ende, sondern ein Wendepunkt sei. 

Besonders in Istanbul, der größten türkischen Stadt, konnte sich der amtierende Bürgermeister Ekrem Imamoglu von der CHP mit 51 Prozent der Stimmen deutlich durchsetzen. 

Laut Informationen der Frankfurter Rundschau verloren die AKP und ihre Verbündeten Bürgermeisterämter in zehn großen Städten, darunter Bursa und Balikesir. Die schlechte Wirtschaftslage wurde als Hauptgrund für die Abstrafung der AKP angesehen.

Diese Entwicklungen könnten weitreichende Folgen für die politische Landschaft der Türkei haben und zeigen, dass die Bevölkerung einen Wechsel wünscht. 

Die Ergebnisse in Istanbul und anderen großen Städten könnten zudem die Position Imamoglus als künftigen Präsidentschaftskandidaten stärken.