Startseite Welt Experte warnt: Trump hat „keinen echten Ausweg“ aus dem Iran-Krieg

Experte warnt: Trump hat „keinen echten Ausweg“ aus dem Iran-Krieg

Experte warnt: Trump hat „keinen echten Ausweg“ aus dem Iran-Krieg
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Politische Strategen warnen, dass die Kämpfe weitaus länger andauern könnten.

Wenn sich außenpolitische Konflikte ohne klare Lösung hinziehen, können die innenpolitischen Auswirkungen die politische Landschaft im eigenen Land still und leise umgestalten.

Wähler kümmern sich oft weitaus mehr um die unmittelbaren Auswirkungen auf ihren eigenen Geldbeutel als um die Details der Militärstrategie.

Nun droht eine eskalierende Überseekampagne, das Weiße Haus in eine lange und kostspielige Pattsituation zu verwickeln.

Spannungen steigen erneut

Ein plötzliches Wiederaufflammen aktiver Feindseligkeiten droht, die aktuelle amerikanische Regierung vollständig in den Schatten zu stellen. Die Entscheidung, tägliche Angriffe zu starten, hat die Präsidentschaft in einen schwierigen Kreislauf ohne ersichtlichen Ausweg gefangen.

Hinter der öffentlichen Bravour fragen sich Beobachter, wie die Regierung die explodierenden diplomatischen und wirtschaftlichen Kosten bewältigen wird. Politische Strategen warnen, dass die Kämpfe weitaus länger andauern könnten, als ursprünglich versprochen wurde.

Ron Bonjean, ein prominenter republikanischer Politikstratege, sprach über die wachsende Frustration im Zusammenhang mit der Kampagne. Er erklärte, dass sich die Realität für Washington allmählich einstelle.

Der Stratege erklärte: „Trump scheine am Ende seiner Geduld in Bezug auf [Iran] zu sein“, bevor er hinzufügte: „Die Realität setze sich durch, nämlich dass es einige Zeit dauern werde. Es könnten Monate oder Jahre vergehen, bis dieser Konflikt gelöst sei.“

Luftangriffe dauern an

Das Militär setzt stark auf Luftstreitkräfte, um Gehorsam zu erzwingen. Das Central Command gab kürzlich den Abschluss seiner siebten Bombardierungswelle bekannt, bei der Dutzende Ziele nahe der Straße von Hormus getroffen wurden.

Diese Angriffe konzentrierten sich stark auf Küstenverteidigungsnetzwerke, Raketenstellungen und Marinekapazitäten. Dennoch bleiben Sicherheitsexperten zutiefst skeptisch, was diese Angriffe tatsächlich bewirken werden.

Becca Wasser, eine Expertin des Think Tanks Center for a New American Security, stellte die langfristige Wirksamkeit der aktuellen Politik infrage. Sie merkte an, dass die Anwendung von wirtschaftlichem und militärischem Druck nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt habe.

Sie warnte: „Eskalation um der Deeskalation willen habe sich in der Vergangenheit als nicht sehr effektiv erwiesen. Es gebe einen fortgesetzten Versuch, Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen, als Teil eines langfristigen Spiels. Doch bisher sei dies nicht so erfolgreich gewesen, wie Präsident Trump es sich wünsche“, bevor sie schloss: „Es gebe keinen echten Ausweg.“

Wirtschaftliche Rückwirkungen

Der Konflikt löst bereits ernsthafte wirtschaftliche Folgen für die Bürgerinnen und Bürger aus. Die Rohölpreise sprangen in einer einzigen Woche um 15 % in die Höhe und bereiteten den Boden für einen schmerzhaften Anstieg der inländischen Kraftstoffkosten.

Dieser finanzielle Schmerz kommt für die Regierung zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da entscheidende Wahlen bevorstehen. Politische Experten weisen darauf hin, dass die Wähler zutiefst besorgt über die steigenden Lebenshaltungskosten sind.

Bonjean hob diese wachsende innenpolitische Drucksituation hervor. Er bemerkte: „Es sei kein Ende in Sicht – die Menschen stimmten mit ihrem Geldbeutel ab, nicht mit Weltkarten.“

Quellen: Ziare.com, Financial Times, Central Command, Center for a New American Security