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Freigegebene CIA-Dokumente behaupten, die Bundeslade gefunden zu haben

Joshua passing the River Jordan with the Ark of the Covenant
Benjamin West, Public domain, via Wikimedia Commons

CIA-Dokumente behaupten, dass „Remote Viewer“ die biblische Bundeslade lokalisiert haben.

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Seit Jahrhunderten gehört die Bundeslade zu den größten religiösen Rätseln der Geschichte. Man glaubt, dass sie die steinernen Tafeln mit den Zehn Geboten enthält, doch ihr Aufenthaltsort ist bis heute unbekannt.

Nun deuten freigegebene CIA-Dokumente aus den 1980er-Jahren darauf hin, dass Geheimdienstmitarbeiter einst versuchten, das heilige Artefakt mithilfe von Menschen zu finden, die behaupteten, über paranormale Fähigkeiten zu verfügen.

Antikes biblisches Relikt

Laut der Bibel wurde die Bundeslade von den Israeliten nach ihrer Flucht aus Ägypten gebaut.

Die Truhe, die als aus Akazienholz gefertigt und mit Gold überzogen beschrieben wird, entstand am Berg Sinai im 13. Jahrhundert v. Chr.

Biblischen Berichten zufolge legte Moses die steinernen Tafeln mit den Zehn Geboten in die Lade.

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Viele Historiker glauben, dass das Objekt später im antiken Tempel in Jerusalem aufbewahrt wurde, wo nur der Hohepriester es am Jom Kippur, dem heiligsten Tag im Judentum, sehen durfte.

Geheimes CIA-Programm

Freigegebene Unterlagen zeigen, dass US-Geheimdienste während des Kalten Krieges auch unkonventionelle Forschungsmethoden untersuchten.

Laut CIA-Dokumenten rekrutierten mehrere Behörden in den 1970er- und 1980er-Jahren Personen, die angeblich über paranormale Fähigkeiten verfügten.

Die Initiative umfasste Experimente mit sogenanntem „Remote Viewing“, einer Technik, bei der Teilnehmer versuchen, entfernte Objekte, Orte oder Ereignisse mental wahrzunehmen.

Ein solches Experiment war Teil eines Projekts namens Sun Streak, das untersuchte, ob sich diese Methode zur Informationsgewinnung nutzen lässt.

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Beschreibung der Bundeslade

In einem Dokument vom 5. Dezember 1988 erhielt ein Teilnehmer mit der Bezeichnung Remote Viewer Nr. 032 geografische Koordinaten und wurde gebeten, das Ziel zu beschreiben.

Der Teilnehmer beschrieb Berichten zufolge ein Objekt, das wie ein verzierter Behälter aussah – ohne zu wissen, wonach er suchte.

„Das Ziel ist ein Behälter. Dieser Behälter enthält einen weiteren Behälter in sich. Das Ziel ist aus Holz, Gold und Silber gefertigt … und es ist mit [einem sechsflügeligen Engel] verziert“, heißt es in dem Bericht.

Der Teilnehmer vermutete außerdem, dass sich das Objekt irgendwo im Nahen Osten befindet.

Unterirdischer Standort

Dem Dokument zufolge behauptete der Teilnehmer, das Objekt sei unterirdisch in einer dunklen und feuchten Umgebung vergraben.

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„Dieses Ziel befindet sich irgendwo im Nahen Osten, da die Sprache der anwesenden Personen Arabisch zu sein schien“, schrieb der Teilnehmer.

Er beschrieb das Objekt auch als von spiritueller Bedeutung.

„Der Zweck des Ziels ist es, ein Volk zusammenzubringen. Es hat etwas mit Zeremonie, Erinnerung, Ehrung und Auferstehung zu tun.“

Das Dokument fügte hinzu, dass das Objekt geschützt sei und nur von autorisierten Personen geöffnet werden könne.

Erneute Aufmerksamkeit

Die Dokumente kursieren in den letzten Jahren im Internet, nachdem sie auf der Website der CIA öffentlich zugänglich gemacht wurden.

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Das Interesse an den Dateien nahm erneut zu, nachdem sie im Podcast „Ninjas Are Butterflies“ diskutiert wurden. Moderator Josh Hooper sagte, er habe die Behauptungen zunächst angezweifelt, bevor er die Dokumente selbst gefunden habe.

Während die Akten festhalten, was Teilnehmer während der Experimente berichteten, betrachten Historiker und Wissenschaftler Remote Viewing im Allgemeinen als unbewiesen.

Quellen: CIA, Ninjas Are Butterflies podcast

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