Griechenland bricht Tabus: Erstes orthodoxes Land legalisiert gleichgeschlechtliche Ehe

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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Griechenland sagt Ja zur Liebe für alle.

In einem historischen Schritt hat das griechische Parlament die standesamtliche Ehe für gleichgeschlechtliche Paare legalisiert, wodurch Griechenland zum ersten mehrheitlich christlich-orthodoxen Land wird, das diesen bedeutenden Schritt unternimmt. 

Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 176 von 300 Abgeordneten stimmte das Parlament für das Gesetz, das von der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vorgelegt wurde. 

Diese Entscheidung, die von einem breiten Spektrum politischer Parteien unterstützt wurde, markiert einen Wendepunkt in der griechischen Gesellschaft und sendet ein starkes Signal der Inklusion und Gleichberechtigung aus.

Laut einem Bericht von Spiegel, der die Ereignisse zusammenfasst, dürfen sich homosexuelle Paare in Griechenland nun auf dieselben Rechte und Pflichten wie heterosexuelle Paare freuen, einschließlich der Möglichkeit zur Adoption von Kindern. 

Ministerpräsident Mitsotakis betonte, dass in Griechenland niemand sich als Bürger zweiter Klasse fühlen dürfe, und bezeichnete den Tag der Abstimmung als "Tag der Freude". 

Trotz der massiven Kritik von Seiten der griechisch-orthodoxen Kirche und einiger ultrakonservativer Parteien, die argumentierten, das Gesetz würde die Traditionen der griechischen Gesellschaft und die Lehren der Kirche ignorieren, steht diese Entscheidung für einen progressiven Wandel in einem Land, das tief in religiösen Traditionen verwurzelt ist.

Die Entscheidung des griechischen Parlaments ist nicht nur ein Sieg für die LGBTQ+ Community in Griechenland, sondern auch ein leuchtendes Beispiel für andere Länder mit starken religiösen Traditionen. 

Sie zeigt, dass Fortschritt möglich ist und dass Liebe und Gleichheit universelle Werte sind, die über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg Anerkennung finden sollten.