Indien, China und die Türkei von EU-Sanktionen gegen Russland betroffen

Geschrieben von Peter Zeifert

13 Wochen vor

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21/02/2024
Indien, China und die Türkei von EU-Sanktionen gegen Russland betroffen.

Das 13. Sanktionspaket der Europäischen Union hat Unternehmen aus China, Indien und der Türkei ins Visier genommen, wie das in Brüssel ansässige Portal Euractiv unter Berufung auf seine Quellen berichtet.

Laut Euractiv.com erweitert dieser Schritt das Sanktionsregime der EU, um auch außerhalb Russlands ansässige Einheiten einzubeziehen, die angeblich Moskaus militärische Bemühungen unterstützen.

Die Einschränkungen betreffen speziell drei Unternehmen des chinesischen Festlandes, wobei die EU jegliche Geschäftsinteraktionen mit diesen Unternehmen verbietet aufgrund ihrer "Beteiligung an der Lieferung sensibler Militärtechnologie an Russland", Technologie, die angeblich auf den ukrainischen Schlachtfeldern zum Einsatz kam.

Zum ersten Mal wurden auch Handelsbeschränkungen für Unternehmen aus Indien und der Türkei eingeführt, die beschuldigt werden, Russlands militärisch-industriellem Komplex Zugang zu verbotenen Komponenten und Technologien zu verschaffen.

Darüber hinaus hat die EU ein Vermögens- und Visumverbot gegen den nordkoreanischen Verteidigungsminister, Kang Sun Nam, wegen des angeblichen Lieferns von ballistischen Raketen an Moskau eingeführt. Diese Behauptungen wurden vom russischen Außenminister Sergej Lawrow als bloße Gerüchte abgetan.

Das 13. Paket umfasst außerdem Maßnahmen gegen die Lieferung bestimmter Technologien und Elektronik, wie Chips, Maschinen und Kugellager, die für die russische Verteidigungsindustrie von entscheidender Bedeutung sind.

Die Autoren der Veröffentlichung weisen darauf hin, dass das schriftliche Verfahren zur offiziellen Ratifizierung dieser Sanktionen durch den EU-Rat voraussichtlich bis zum 24. Februar abgeschlossen sein wird. Anschließend wird die EU mit den Vorbereitungen für das 14. Sanktionspaket beginnen.