Startseite Welt Massive „Kein Willkommen für Trump“-Proteste erwarten US-Präsident in Irland

Massive „Kein Willkommen für Trump“-Proteste erwarten US-Präsident in Irland

Donald Trump Golf
L.E.MORMILE / Shutterstock

Demonstranten planen, landesweit auf die Straße zu gehen.

Auslandsreisen von Staats- und Regierungschefs sind oft eine Mischung aus diplomatischem Pomp und strengen Sicherheitsvorkehrungen.

Wenn tiefe politische Differenzen und steigende Lebenshaltungskosten auf die Straße getragen werden, kann ein ruhiger bilateraler Besuch schnell zu einem großen Problem für die lokalen Behörden werden.

Weit verbreitete öffentliche Empörung

Donald Trump wird vom 12. bis 13. September zu einem brisanten Besuch in Irland erwartet. Sein geplanter Reiseplan sieht vor, dass er durch Dublin reist, bevor er zu seinem Luxus-Golfresort in Doonbeg, County Clare, weiterfährt.

Doch irische Politiker und lokale Aktivisten warnen, dass der amerikanische Präsident mit einer Welle des öffentlichen Widerstands konfrontiert ist. Demonstranten planen, landesweit auf die Straße zu gehen. Laut dem TIME Magazine, das von The Irish Star zitiert wird, bringen die Organisatoren die explodierenden Energiekosten direkt mit den eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und der amerikanischen Außenpolitik in Verbindung.

Die Hauptkundgebung mit dem Titel „Kein Willkommen für Trump“ beginnt am 12. September in Dublin im Garden of Remembrance. Lokale Netzwerke bereiten zudem Demonstrationen an jeder Station entlang seiner Route vor.

Proteste in allen Regionen

Menschenmengen werden sich am Flughafen Shannon versammeln, einem seit Langem bestehenden Reibungspunkt aufgrund seiner Nutzung als Drehscheibe für Militärflüge. Eine weitere Demonstration wird direkt vor Trumps Hotel in Doonbeg stattfinden, wo er plant, am Golfturnier der Irish Open teilzunehmen.

Eine breite Koalition von Interessengruppen, darunter die Irish Neutrality League und People Before Profit, treibt die Kampagne voran. Die Organisatoren betonen, dass die Versammlungen sicher und friedlich bleiben werden, obwohl sie massive Menschenmengen erwarten.

Trump hatte seine Reise bereits Anfang des Sommers in einer vorab aufgezeichneten Nachricht angedeutet, die bei einer Veranstaltung in Dublin abgespielt wurde. In dem Clip lobte er sein Resort in Doonbeg und bestätigte seine Absicht, das Golfturnier persönlich zu verfolgen.

Spannungen an der Spitze

Diplomaten stehen vor einem heiklen Balanceakt aufgrund ideologischer Reibereien zwischen den beiden Staats- und Regierungschefs. Die irische Präsidentin Catherine Connolly hat eine lange Geschichte der Kritik an der amerikanischen Außenpolitik.

Vor sieben Jahren beteiligte sich Connolly an öffentlichen Demonstrationen gegen Trump während seines früheren Besuchs. Kürzlich bezeichnete sie Donald Trump während ihres erfolgreichen Wahlkampfs offen als „Mobber“.

Beamte arbeiten nun hinter den Kulissen, um das zu bewältigen, was alle als eine zutiefst unangenehme diplomatische Begegnung erwarten.

Quellen: TIME magazine, The Irish Star