Putin strebt danach, dass Russlands Wirtschaft bis 2030 zu den Top 4 der Welt gehört

Geschrieben von Peter Zeifert

Photo: Shutterstock.com
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Wladimir Putin hat den Prozess in Gang gesetzt, damit Russland innerhalb des nächsten Jahrzehnts in die Reihen der vier größten Wirtschaftsmächte der Welt aufsteigt. Mit einem detaillierten Plan, der auf eine Umgestaltung der wirtschaftlichen Landschaft des Landes abzielt, beobachtet die Welt, wie Russland sich auf den Weg zu einem beispiellosen Wachstum macht.

Wladimir Putins jüngste Anweisung an seine Regierung ist nicht nur ambitioniert; sie ist ein Fahrplan für einen monumentalen Sprung in Russlands wirtschaftlicher Stellung auf der globalen Bühne, mit dem Ziel, Russland bis 2030 unter die vier größten Volkswirtschaften zu positionieren.

Eine Direktive von wirtschaftlicher Tragweite

Veröffentlicht auf der Webseite des Kremls gemäß TASS, folgen die Anweisungen Putins Ansprache an die Föderalversammlung im Februar, in der eine Strategie dargelegt wurde, die Russland auf den Weg zu einem gewaltigen wirtschaftlichen Meilenstein bringt.

Mit einer Frist für einen ersten Fortschrittsbericht bis zum 31. März 2025 steht die russische Regierung unter Druck, Putins Vision in Realität umzusetzen. Dies gilt umso mehr, als dass Russland immer noch in einen Krieg mit der Ukraine verwickelt ist, was seine Währung erheblich beeinflusst hat.

Der Plan ist umfassend und zielt auf Wachstum und Effizienz in verschiedenen Sektoren ab. Eines der Hauptziele ist es, das Niveau des Bruttozusatzwerts in der verarbeitenden Industrie im Vergleich zu 2022 um mindestens 40% zu erhöhen. Dieses ehrgeizige Ziel unterstreicht eine Verschiebung hin zur Stärkung der industriellen Fähigkeiten Russlands, über die traditionelle Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen hinaus.

Importe reduzieren, Exporte steigern

Ein weiterer kritischer Aspekt von Putins Wirtschaftsstrategie ist es, den Anteil der Importe am BIP auf 17% zu senken, um die heimische Produktion zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Gütern zu verringern. Damit einher geht das Ziel, die Exporte von Nicht-Rohstoffen und Nicht-Energieprodukten um mindestens zwei Drittel zu steigern und so Russlands Exportportfolio über die traditionellen Waren wie Öl und Gas hinaus zu diversifizieren.

Diese strategische Neuausrichtung geht nicht nur darum, Russlands wirtschaftliche Resilienz zu stärken, sondern auch seine Rolle in der globalen Wirtschaft neu zu definieren. Indem der Fokus auf die Fertigung gelegt und die Exportbasis erweitert wird, ist Russland bereit, neue Märkte zu betreten und sich als wettbewerbsfähige Kraft in verschiedenen Sektoren zu etablieren.

Eine Zukunft der finanziellen Stärke

Die Direktive spricht auch die Notwendigkeit an, die fiskalische Stabilität in den Regionen Russlands zu verbessern. Das Ziel, die Zahl der Regionen mit geringer fiskalischer Kapazität schrittweise zu reduzieren, deutet auf die Bedeutung einer ausgeglichenen, robusten Wirtschaft hin, die allen Landesteilen zugutekommt.

Dieser Ansatz signalisiert einen Schritt hin zur Verringerung wirtschaftlicher Disparitäten und zur Förderung eines gerechteren Wirtschaftsentwicklungsmodells.

Es besteht kein Zweifel, dass es äußerst ambitioniert vom wiedergewählten russischen Präsidenten ist, und vielleicht sollte er bald seine Invasion in der Ukraine beenden, wenn dies in irgendeiner Weise realistisch sein soll?