Startseite Welt Putins Geisterflotte erobert syrischen Marinestützpunkt stillschweigend zurück

Putins Geisterflotte erobert syrischen Marinestützpunkt stillschweigend zurück

Russian_base_in_syria
Voice of America, Public domain, via Wikimedia Commons

Wenn eine Supermacht ein umkämpftes Gebiet verlässt, bleibt es selten lange leer.

Die Natur verabscheut ein Vakuum, und die globale Politik funktioniert nach genau demselben Prinzip.

Nun kehrt ein bekannter Akteur stillschweigend in einen äußerst wertvollen Küstenabschnitt zurück.

Wieder auf See

Russland baut seine Marinepräsenz im syrischen Hafen Tartus aggressiv wieder auf. Nachdem Moskau monatelang im Mittelmeer ein bemerkenswert niedriges Profil gewahrt hatte, verlegt es nun wieder schwere Militärgüter in die Region.

Marineanalysten haben eine klare Strategieänderung festgestellt. Laut The Maritime Executive, zitiert von United24Media, laufen russische Schiffe nicht mehr nur für schnelle Versorgungsfahrten ein.

Stattdessen ankern Kriegsschiffe und beanspruchen Piers, die für den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Diese Verschiebung signalisiert eine langfristige Rückkehr in die strategischen Gewässer vor der syrischen Küste.

Der Zeitpunkt ist sehr spezifisch. Die Publikation brachte diese plötzliche Welle russischer Marineaktivitäten direkt mit dem jüngsten Abzug der verbleibenden amerikanischen Streitkräfte aus Syrien Mitte April in Verbindung.

Der lange Weg

Vor diesem jüngsten Aufmarsch hielt der Kreml nur ein Schiff in der unmittelbaren Umgebung. Die Korvette Stoikiy hielt die Stellung, nahm aber einen sehr seltsamen Weg dorthin.

Das Kriegsschiff segelte den ganzen Weg um Afrika herum, machte Halt in Südafrika und Iran und parkte schließlich vor der syrischen Küste.

Es war ein massiver Umweg, nur um eine minimale Präsenz aufrechtzuerhalten.

Nun haben sich die politischen Winde in Damaskus komplett gedreht. Militärabkommen zwischen Russland und Syrien wurden Ende 2024 pausiert, doch diese Vereinbarungen sind Berichten zufolge wieder vollumfänglich in Kraft.

Da die amerikanischen Truppen abgezogen sind und die lokalen Führer wieder an Bord sind, fühlt sich der Kreml offensichtlich selbstbewusst genug, seine Operationen zu intensivieren.

Im Verborgenen

Ein massiver Versorgungskonvoi auf dem Weg nach Tartus unterstreicht diesen erneuten Vorstoß. Eine schwer bewaffnete moderne Fregatte namens Admiral Kasatonov eskortiert derzeit die Flotte.

Die Gruppe umfasst drei sanktionierte Fracht- und Tankerfahrzeuge. Analysten erklärten gegenüber The Maritime Executive, dass diese spezifischen Schiffe häufig militärisches Gerät für die russische Regierung transportieren.

Einer der Tanker, die General Skobelev, sendet sogar gefälschte Verfolgungsinformationen. Das Schiff behauptet, in der Ostsee zu schwimmen, doch Tracker haben es bereits beim Überqueren der Straße von Gibraltar gesichtet.

Diese Geisterflotte steuert direkt auf den Nahen Osten zu. Trotz früherer Gerüchte, Syrien beanspruche die Stützpunkte, kehrt Moskau eindeutig zurück.

Quellen: The Maritime Executive