Putins neuer Schachzug: Mobilisierung von Migranten für das Militär

Geschrieben von Jasper Bergmann

Foto: Shutterstock.com
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Mobilisierung von Migranten für das Militär.

In einer jüngsten Entwicklung hat die russische Regierung verstärkt den Fokus auf die Mobilisierung von Migranten aus Zentralasien für den Militärdienst gelegt.

Laut dem ISW (Institute for the Study of War) hat das Moskauer Ermittlungskomitee Ende Oktober strafrechtliche Ermittlungen gegen mehrere Migranten eingeleitet, die angeblich den Militärdienst vermieden haben.

Innerhalb eines Tages stieg die Anzahl der Ermittlungen von zwölf auf zweiundzwanzig, und insgesamt wurden bereits 80 Migranten zum Dienst einberufen.

Zusätzlich wurden am Flughafen Norilsk in der Region Krasnojarsk 40 Taxifahrer mit Migrationshintergrund von Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes und der Rosgvardia festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, sich nicht bei den zuständigen Militärstellen registriert zu haben.

Die Maßnahmen werden verdächtigt, darauf abzuzielen, die ultranationalistische Wählerbasis im Land anzusprechen, die zuvor Hass gegenüber zentralasiatischen Migranten geäußert hat und nun deren Einberufung in den Militärdienst fordert.