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Russischer Beamter verspottet die USA zum 250.: Weder Vorbild noch ‚Reich des Bösen‘

Donald Trump, Dmitri Medvedev
noamgalai / Anton Veselov / Shutterstock.com

Russische Beamte nutzten den Moment, um ihre unverblümte Einschätzung des amerikanischen Einflusses zu teilen.

Große Geburtstage lassen Menschen oft innehalten und über ihren Platz in der Welt nachdenken.

Wenn eine globale Supermacht einen wichtigen Meilenstein feiert, schenkt der Rest des Planeten dem natürlich große Aufmerksamkeit.

Manchmal sind diese internationalen Glückwünsche mit einer gehörigen Portion Kritik verbunden.

Ein wichtiger Meilenstein

Die Vereinigten Staaten feiern derzeit ihr 250-jähriges Bestehen. Im Anschluss an die Feierlichkeiten löste dieser historische Meilenstein deutliche Reaktionen von politischen Führern auf der ganzen Welt aus.

Russische Beamte nutzten den Moment, um ihre unverblümte Einschätzung des amerikanischen Einflusses zu teilen. Auf seinem persönlichen Telegram-Kanal äußerte Dmitri Medwedew seine ungefilterten Gedanken zu den nationalen Feierlichkeiten.

Medwedew ist derzeit stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS nutzte er die Gelegenheit, um öffentlich zu hinterfragen, wie der Rest der Welt Washington heute sieht.

„Die Vereinigten Staaten sind 250 Jahre alt geworden. Sind sie ein Vorbild oder ein ‚Reich des Bösen‘? Meiner Meinung nach keines von beidem“, sagte er.

Sich um die eigenen Angelegenheiten kümmern

Seiner Ansicht nach teilt die internationale Gemeinschaft eine sehr verbreitete Frustration mit Washington. Er ist fest davon überzeugt, dass andere Nationen die Einmischung von außen in ihre lokalen Angelegenheiten zunehmend leid sind.

Medwedew betonte, dass unabhängige Länder die volle Fähigkeit besitzen, ihre eigenen Probleme ohne jegliche ausländische Anleitung zu bewältigen. Die Größe spielt dabei einfach keine Rolle. Er besteht fest darauf, dass jede Nation ihre eigenen internen Schwierigkeiten bewältigen kann.

Er machte seine Position online sehr deutlich. „Doch worin sich die meisten Länder des Planeten einig sind: Amerika hat nicht das Recht, Entscheidungen für andere zu treffen. Jeder Staat, ob klein oder groß, wird in der Lage sein, seine Probleme selbst zu bewältigen“, erklärte er.

Kritik üben

Diese scharfen Kommentare unterstreichen die tiefe und anhaltende Reibung zwischen Moskau und Washington. Hinter den Kulissen werfen russische Führer amerikanischen Politikern häufig vor, ihre diplomatischen Grenzen auf der globalen Bühne zu überschreiten.

Medwedew machte unmissverständlich klar, dass er die moderne amerikanische Außenpolitik als übermäßig aggressiv ansieht. Mit Blick auf die aktuelle Regierung lehnt er die Vorstellung, dass sie als führende Kraft für globale Ereignisse agieren sollte, vollständig ab.

„Die Vereinigten Staaten und das Weiße Haus haben kein Recht, anderen ihren Willen aufzuzwingen“, schrieb er in seinem Online-Beitrag.

Er beendete seine Nachricht mit dem Vorschlag, dass amerikanische Führer sich ganz auf ihre eigenen innenpolitischen Probleme konzentrieren sollten, anstatt ins Ausland zu blicken. Er bot einen scharfen letzten Gedanken an. „Sollen sie erst einmal das Chaos in ihrem eigenen Haus in Ordnung bringen.“

Quellen: TASS, Telegram