Russischer Soldat versprach Prothesenarm - stattdessen erhält er eine demütigende Alternative

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Shutterstock.com / Wikipedia Commons
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Stattdessen erhält er eine demütigende Alternative.

Russische Truppen, die in der Ukraine verletzt wurden und auf staatliche Rehabilitation hofften, sehen sich einer düsteren Realität gegenüber. Vadim Sharipov, ein 48-jähriger Veteran, der seinen linken Arm verlor, wurde vom Verteidigungsministerium eine Prothese versprochen.

Nach monatelangem Warten erhielt er jedoch nichts weiter als einen Metallstab mit einer Plastikspitze - weit entfernt von der erwarteten hochentwickelten Prothese.

Laut Radio Free Europe ist Sharipovs Frustration spürbar, als er den Ersatz als "nur einen Metallstab mit einer Plastikspitze" beschreibt. Dies hebt den krassen Kontrast zwischen dem versprochenen Hilfsmittel und dem tatsächlich Gelieferten hervor.

Vadim Sharipov mit seinem 'Prothesenarm'

Seine Enttäuschung wird durch die Angst vor Muskelatrophie verschärft, die jede zukünftige Prothese nutzlos machen könnte. Sharipovs Schicksal ist kein Einzelfall, da die Zahl der behinderten Männer unter 30 in Russland signifikant gestiegen ist, mit einer Rekordzahl, die für 2023 erwartet wird.

Während einige Mitglieder der Wagner-Gruppe, einer berüchtigten privaten Militärfirma, früher im Krieg importierte Prothesen erhielten, fühlen sich andere, einschließlich verletzter Wagner-Kämpfer, im Stich gelassen.

Ein solcher Kämpfer beklagt trotz einer Begnadigung für seinen Dienst den Mangel an Unterstützung durch den Staat, einschließlich unbezahlter Renten und Arbeitsmöglichkeiten.

Diese Situation spiegelt ein breiteres Problem in der Behandlung Russlands von seinen verletzten Soldaten wider. Versprechungen über die "besten" Prothesen, die im staatlichen Fernsehen gemacht wurden, sind nicht eingehalten worden, was viele Veteranen betrogen und desillusioniert zurücklässt.

Die Unfähigkeit des Kremls, seine Verpflichtungen zu erfüllen, wirkt sich nicht nur auf die physische Rehabilitation dieser Individuen aus, sondern wirft auch Fragen über den Respekt und die Dankbarkeit des Staates gegenüber denen auf, die gedient haben.