Startseite Welt Russland warnt vor „Worst-Case-Szenario“ nach Angriff auf iranisches Atomkraftwerk

Russland warnt vor „Worst-Case-Szenario“ nach Angriff auf iranisches Atomkraftwerk

Bushehr Nuclear Power Plant Second Phase Iran
Tasnim News Agency, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Kämpfe in der Nähe von Nuklearanlagen schüren seit langem die Angst vor katastrophalen Folgen.

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Während des Krieges in der Ukraine führten wiederholte Zusammenstöße in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja zu dringenden Warnungen und Forderungen nach Waffenstillständen, um eine Katastrophe zu verhindern.

Nun entstehen ähnliche Bedenken anderswo, da die Spannungen um eine andere kritische Nuklearanlage eskalieren.

Angriff in der Nähe des Reaktors

Der russische Staatskonzern Rosatom sagt, dass sich nach einem Raketenangriff in der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ein „Worst-Case-Szenario“ entwickeln könnte.

Laut Reuters, zitiert von Digi24, ereignete sich der Angriff am Dienstagabend in der Nähe eines aktiven Reaktors, verursachte aber keine Opfer.

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) bestätigte, dass sie über den Vorfall informiert worden sei.

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Notfallmaßnahmen

Rosatom hat vorsorglich damit begonnen, sein Personal vor Ort zu reduzieren.

Konzernchef Alexej Lichatschow sagte, dass Evakuierungen bereits im Gange seien und Arbeitergruppen in Richtung der iranisch-armenischen Grenze aufbrechen würden.

Weitere Evakuierungen werden in den kommenden Tagen erwartet.

Buschehr ist das einzige betriebsbereite Atomkraftwerk Irans und ist auf russische Technologie und Brennstoffe angewiesen.

Hunderte russische Spezialisten waren Anfang des Monats vor Ort stationiert.

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Nach einem früheren Streik Mitte März hatte Rosatom bereits geplant, seine Präsenz zu reduzieren.

Wachsende Besorgnis

Obwohl keine unmittelbaren Opfer gemeldet wurden, hat die Nähe des Angriffs zu einem funktionierenden Reaktor ernsthafte Bedenken geweckt.

Nuklearanlagen sind hochsensibel, und jede Beschädigung könnte weitreichende Folgen haben.

Beamte haben das volle Ausmaß der Auswirkungen noch nicht bestätigt.

Die Situation bleibt instabil, da die Spannungen in der Region anhalten.

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Rosatom hat keine weiteren Details zu potenziellen Risiken bekannt gegeben, signalisierte jedoch, dass die Situation genau beobachtet wird.

Quellen: Reuters, Agerpres, Digi24.