Stormy Daniels äußert sich nach Trump-Urteil: fordert Gefängnis und Gemeindedienst

Jasper Bergmann

2 Wochen vor

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02/06/2024
Welt
Foto: a katz / Shutterstock.com
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Stormy Daniels fordert, dass Trump nach seiner historischen Verurteilung Gefängnis und Gemeindedienst leisten muss.

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels ist der Meinung, dass Donald Trump, der kürzlich wegen Fälschung von Geschäftsdokumenten verurteilt wurde, um eine Zahlung an sie zu vertuschen, Gefängnisstrafe und Gemeindedienst ableisten sollte.

In ihren ersten Äußerungen nach dem Urteil sagte Daniels der Sunday Mirror, dass Trump "für die weniger Glücklichen arbeiten oder als Sandsack in einem Frauenhaus dienen" solle.

Gerechtigkeit suchen und die Öffentlichkeit warnen

Die 45-jährige Daniels äußerte ein Gefühl der Gerechtigkeit, bleibt jedoch skeptisch gegenüber Trumps zukünftigen politischen Ambitionen.

"Er ist völlig realitätsfremd," warnte sie.

Ihre Vorsicht kommt angesichts der anhaltenden Drohungen von Trump-Anhängern, eine Last, die sie trotz des Ausgangs des Prozesses wohl weiterhin tragen muss.

Beim Rückblick auf ihre Erfahrungen im Gerichtssaal sprach Daniels über die emotionale Belastung des Prozesses.

"Man fühlt sich immer wie der Bösewicht, auch wenn man es nicht ist. Es war einschüchternd, mit der Jury, die einen anstarrt, aber ich bin froh, dass die Wahrheit ans Licht gekommen ist," sagte sie. Trotz Trumps Schuld erkenne sie die persönlichen Kosten an und sagte: "Ich muss trotzdem mit all dem weiterleben."

Daniels zeigte sich überrascht, wie schnell die Jury Trump in allen 34 Anklagepunkten für schuldig befand.

Ihre schnelle Entscheidung, glaubt sie, zeigt ihren Glauben an ihre Aussage. Im Hinblick auf die mögliche Strafmaßnahme betonte Daniels die Notwendigkeit einer Bestrafung, die Trump wirklich treffen würde, und zog einen Vergleich zur Bestrafung eines Kindes.

"Man muss eine Strafe finden, die zum Verbrechen passt und die Person beeinflusst. Wer weiß, was das bei Trump ist," bemerkte sie.

Die New Yorker Jury verurteilte Trump wegen der Vertuschung einer Zahlung an Daniels kurz vor der Wahl 2016, um sie zum Schweigen über eine angebliche Affäre im Jahr 2006 zu bringen. Diese bahnbrechende Entscheidung macht Trump zum ersten US-Präsidenten, der jemals strafrechtlich verurteilt wurde.