Die Folgen könnten das Land während einer großen globalen Krise im Blindflug lassen.
Sicherheit beruht auf Teamarbeit. Doch wenn die Verantwortlichen für den Schutz einer Nation aufhören, miteinander zu kommunizieren, bricht das gesamte System zusammen.
Aktuell zerreißt ein erbitterter Machtkampf die höchsten Ebenen der amerikanischen Regierung.
Ein gefährliches Schweigen
Die US-amerikanische Central Intelligence Agency (CIA) hat eine klare Grenze gezogen. Offizielle haben stillschweigend aufgehört, wichtige Geheimdienstinformationen mit ihrer eigenen Aufsichtsbehörde zu teilen. Dieser plötzliche Stopp umfasst auch entscheidende Aktualisierungen zum andauernden Konflikt mit dem Iran.
Laut einem Exklusivbericht von Reuters weigert sich die CIA nun, zu gemeinsamen Einschätzungen beizutragen, die vom Office of the Director of National Intelligence (ODNI) erstellt werden. Das ODNI koordiniert normalerweise alle 18 amerikanischen Geheimdienste.
Zwei massive Abteilungen agieren nun völlig unabhängig voneinander. Quellen, die mit der Situation vertraut sind, teilten dem Nachrichtenportal mit, dass der Riss ein kollaboratives System zerstört. Amerikanische Präsidenten haben sich jahrzehntelang auf genau dieses Netzwerk verlassen.
Regelbruch
Der erbitterte Streit dreht sich um eine umstrittene neue Arbeitsgruppe. Die scheidende ODNI-Direktorin Tulsi Gabbard rief die Spezialeinheit im April 2025 ins Leben. Dies führte sofort zu Reibereien.
CIA-Beamte, angeführt von Direktor John Ratcliffe, behaupten, diese neue Gruppe habe rücksichtslos gehandelt. Zwei Quellen teilten Reuters mit, dass die Arbeitsgruppe routinemäßig strenge Protokolle für den Umgang mit geheimen Dokumenten umgangen habe.
Als Reaktion darauf werfen ODNI-Vertreter der CIA vor, ihren Zugang zu gesicherten Akten absichtlich zu blockieren.
ODNI-Sprecherin Olivia Coleman verteidigte die Arbeitsgruppe. Sie erklärte, die Gruppe habe innerhalb ihrer gesetzlichen Grenzen agiert und Exekutivanordnungen unterstützt. Sie merkte zudem an, dass „der Präsident und die politischen Entscheidungsträger weiterhin die besten Geheimdienstinformationen und Analysen erhalten.“
Wachablösung
Die interne Krise trifft genau in dem Moment, da das Weiße Haus einen militärischen Konflikt mit dem Iran bewältigt. Steigende Spannungen in Übersee verschärfen den Zeitpunkt zusätzlich.
Gabbard scheidet aus dem Amt. Sie kündigte kürzlich an, am 30. Juni zurückzutreten, um sich um ihren kranken Ehemann zu kümmern. Am Dienstag ernannte Präsident Donald Trump Bill Pulte zum amtierenden Geheimdienstchef.
Pulte leitete zuvor die Federal Housing Finance Agency und war ein bedeutender Wahlkampfspender. Er übernimmt die entscheidende Rolle in der nationalen Sicherheit, obwohl er laut HotNews.ro keine vorherige Geheimdiensterfahrung besitzt.
Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, wies Berichte über internes Chaos zurück. Er besteht darauf, die Regierung bleibe vollständig geeint. „Präsident Trump hat volles Vertrauen in sein gesamtes außergewöhnliches nationales Sicherheitsteam“, so Ingle.
Quellen: Reuters, HotNews.ro