In Washington werden erneut Forderungen laut, Donald Trump seines Amtes zu entheben.
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Kritiker argumentieren, der Präsident habe seine Befugnisse überschritten, während Analysten bezweifeln, dass ein solches Vorhaben realistische Erfolgsaussichten hat.
Druck von den Demokraten
Einige demokratische Abgeordnete erklären, die US-Intervention in Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro seien rechtswidrig gewesen.
Sie argumentieren, der Präsident habe ohne die notwendige Zustimmung des Kongresses gehandelt.
Nach Ansicht demokratischer Politiker könnte die Operation sowohl gegen die US-Verfassung als auch gegen das Völkerrecht verstoßen haben.
Sie betonen, dass Entscheidungen dieses Ausmaßes nicht einseitig vom Weißen Haus getroffen werden dürften.
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Die Abgeordnete Delia Ramirez aus Illinois gehörte zu denen, die ein Vorgehen forderten.
„Trump sollte seines Amtes enthoben werden“, sagte sie.
Rechtliche Zweifel
Experten zeigen sich jedoch skeptisch hinsichtlich der Erfolgsaussichten eines Amtsenthebungsverfahrens.
Der US-Politikanalyst Dr. Karol Szulc erklärte, die nötigen Mehrheiten seien schlicht nicht vorhanden.
„Derzeit gibt es keine Chance, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, geschweige denn es zu einem Abschluss zu bringen“, sagte Szulc gegenüber Fakt und verwies auf die fehlenden Stimmen der Demokraten im Kongress.
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Er fügte hinzu, dass bereits die Debatte Trump in die Hände spielen könne.
„Eine solche Diskussion wird Trump sogar nutzen, weil sie die Gesellschaft polarisiert, was ihm sehr wichtig ist“, sagte er im selben Interview.
Reaktionen in der Öffentlichkeit
Szulc wies darauf hin, dass die Ablehnung einer Intervention in Venezuela über die Wählerschaft der Demokraten hinausgehe.
„Die meisten Amerikaner waren gegen eine Intervention in Venezuela“, sagte er.
Seiner Ansicht nach gilt diese Zurückhaltung auch für Trumps eigene Anhänger, die einen Fokus auf innenpolitische Themen erwartet hätten.
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„Ihnen wurde versprochen, sich auf die inneren Probleme der Vereinigten Staaten zu konzentrieren. Amerika sollte ein friedliches Land sein, das nur an sich selbst denkt“, sagte Szulc gegenüber Fakt.
International hat die Situation die Spannungen weiter verschärft, nachdem China Sanktionen im Zusammenhang mit der Eskalation rund um Venezuela angekündigt hat.
Trump war bereits zweimal mit einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert, 2019 und 2021, und wurde beide Male vom Senat freigesprochen.
Quellen: Fakt, O2.