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Trumps UFC-Event im Weißen Haus: 30 Millionen Dollar Verlust – doch er muss nicht zahlen

Trumps UFC-Event im Weißen Haus: 30 Millionen Dollar Verlust – doch er muss nicht zahlen
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Unternehmenspräsident Dana White hatte zuvor vermutet, die Übertragung würde ein Publikum anziehen, das mit dem Super Bowl konkurrieren könne.

Eine riesige Geburtstagsparty auf globaler Bühne verspricht normalerweise ein Spektakel.

Man erwartet Feuerwerke, besondere Gäste und reichlich Unterhaltung, wenn der Veranstaltungsort weltberühmt ist.

Doch die Ausrichtung eines riesigen Sportereignisses im eigenen „Hinterhof“ kann die Organisatoren mit einem brutalen finanziellen Kater zurücklassen.

Eine kostspielige Sommerparty

Präsident Donald Trump feierte seinen 80. Geburtstag in diesem Sommer, indem er Mixed Martial Arts ins Weiße Haus brachte.

Der historische South Lawn verwandelte sich für das umstrittene UFC Freedom 250 Showcase in eine Kampfarena.

Die Organisatoren stellten eine stark patriotische Präsentation für die Fans zusammen. Die teilnehmenden Kämpfer begannen ihre dramatischen Einmärsche sogar aus dem Inneren des historischen Gebäudes selbst.

Allerdings war das riesige Spektakel mit einem ebenso riesigen Preis verbunden. Das Sportunternehmen soll laut HuffPost Millionen von Dollar bei der Zusammenstellung der Übertragung verloren haben.

Die Zahlen im Detail

Auf den ersten Blick sah die Produktion wie ein absolutes finanzielles Fass ohne Boden aus. Erste Kostenschätzungen lagen bei rund 60 Millionen Dollar.

Markensponsorings und Medienpartnerschaften halfen, einen Teil dieser Gelder zurückzugewinnen. Selbst mit diesen zusätzlichen Einnahmen belief sich das endgültige Defizit auf rund 30 Millionen Dollar, wie BBC Sport berichtete.

Andrew Schleimer ist der Finanzchef der Muttergesellschaft der UFC. Er erläuterte den hohen finanziellen Verlust bei einer kürzlichen Analyse.

„Angesichts des Profils der Veranstaltung, das erwartungsgemäß zu einem Verlust von etwa 30 Millionen Dollar führte, wurden unsere Margen bei der UFC sowie auf konsolidierter Basis erheblich beeinträchtigt“, sagte Schleimer gegenüber BBC Sport.

Geringere Zuschauerzahlen

Unternehmenspräsident Dana White hatte zuvor vermutet, die Übertragung würde ein Publikum anziehen, das mit dem Super Bowl konkurrieren könne.

Trump prahlte auch, die Kämpfe könnten mehr bedeuten als die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft, so die HuffPost.

Die tatsächlichen Zuschauerzahlen erzählten eine ganz andere Geschichte. Die Übertragung erreichte 34 Millionen Zuschauer, was etwa einem Viertel des Publikums entspricht, das im Februar den Super Bowl verfolgte.

Kritik an der Übertragung

Die riesige Geburtstagsfeier sah sich auch mit heftiger öffentlicher Kritik konfrontiert, aus Gründen, die völlig unabhängig von Geld oder Einschaltquoten waren.

Während eines Live-Interviews nach dem Kampf rief der Schwergewichtskämpfer Josh Hokit abrupt eine bizarre Beleidigung heraus. Der Kämpfer verkündete willkürlich im Fernsehen, dass die ehemalige First Lady Michelle Obama ein Mann sei.

Dieser unerwartete Ausbruch überschattete schnell den eigentlichen Kampf. Dana White musste schließlich eingreifen und die kontroversen Äußerungen öffentlich verurteilen.

Quellen: HuffPost, BBC Sport