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US-Faktenprüfer wendet sich von Amerika ab und bittet Putin um russischen Pass

Passport Russia, ryskt pass
Alena Mostovich / Shutterstock.com

Die Änderung des Passes ist eine der größten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann.

Es bedeutet oft, der Heimat den Rücken zu kehren, um eine andere Kultur und ein anderes politisches System anzunehmen. Für eine amerikanische Persönlichkeit ist dieser Schritt nun im Gange.

Ein vierseitiges Gesuch

Ein investigativer Reporter aus den Vereinigten Staaten hat offiziell Schritte unternommen, um seine nationale Loyalität zu wechseln. Christopher Helali fungiert als Internationaler Sekretär der Amerikanischen Kommunistischen Partei.

Er beschloss, die üblichen bürokratischen Kanäle zu umgehen, indem er einen Brief direkt an die Spitze des Kremls schrieb. Das ungewöhnliche Gesuch wurde diese Woche während eines wichtigen internationalen Ereignisses öffentlich.

Helali sprach mit der russischen Nachrichtenagentur TASS am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Während des Gesprächs bestätigte er, dass er aktiv einen neuen Pass beantragt.

Lob der Kultur

Die amerikanische politische Persönlichkeit erläuterte ausführlich, warum sie es verdiene, von Moskau willkommen geheißen zu werden. Er erklärte, dass sein Antrag kein plötzlicher Impuls sei, sondern das Ergebnis einer langen persönlichen Beziehung zu dem Land.

„Ja, ich habe meinen Wunsch nach russischer Staatsbürgerschaft geäußert. Ich schrieb einen vierseitigen Brief an Präsident Putin, in dem ich meinen Wunsch nach russischer Staatsbürgerschaft darlegte, ausführte, wie ich zu Russland beigetragen habe, meine Arbeit im Donbas, meine Solidaritätsarbeit mit der [internationalen] russophilen Bewegung und viele andere Dinge, angefangen von meinen frühen Jahren der Unterstützung der russisch-amerikanischen Freundschaft und der Bedeutung der russischen Geschichte, Kultur, Sprache, Tradition, all dieser Dinge“, erklärte Helali.

Der Autor hofft, bald eine offizielle Mitteilung vom Kreml zu erhalten. Er erwartet eine definitive Antwort innerhalb der nächsten Monate.

Er versicherte auch, seine tiefe Dankbarkeit gegenüber seiner potenziellen neuen Heimat auszudrücken. „Ich schätze alles, was Russland für mich getan hat“, betonte er.

Auf dem Weg in den Krieg

Seine Verbindung zu der Region geht weit über übliche politische Botschaften hinaus. Helali reiste kürzlich mit einer Gruppe internationaler Journalisten, um die Folgen eines ukrainischen Angriffs auf ein College in der besetzten Region Lugansk zu besichtigen.

Und sein Engagement wird sich noch vertiefen. Bereits im März teilte der amerikanische Reporter TASS mit, dass er einen offiziellen Vertrag zur direkten Entsendung in die aktive Kampfzone unterzeichnet habe.

Außerhalb von Konfliktzonen arbeitet Helali als Experte für das Global Fact-Checking Network. Seine Zukunft hängt nun vollständig davon ab, ob der Kreml seinem Antrag stattgeben wird.

Quellen: TASS