Zelenskyj schlägt Alarm wegen schwindender Luftabwehrvorräte

Geschrieben von Peter Zeifert

6 Wochen vor

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07/04/2024
Foto: Shutterstock.com
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Während die Ukraine einem unerbittlichen Angriff ausgesetzt ist, warnt ihr Präsident vor einem drohenden Raketenmangel.

Präsident Wolodymyr Zelenskyj äußerte am Wochenende eine eindringliche Warnung: Die Ukraine steht kurz davor, ihre Raketenbestände für die Luftabwehr zu erschöpfen, sollte Russlands unermüdliche Bombenkampagne aus der Ferne unvermindert anhalten.

Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender russischer Bombardierungen auf das ukrainische Energieversorgungsnetz und Städte mit einem beachtlichen Arsenal an Raketen und Drohnen und markiert eine der ernstesten Alarmmeldungen Zelenskyjs über den sich verschlechternden Zustand der ukrainischen Luftabwehrfähigkeiten.

Ein Hilferuf inmitten ununterbrochener Angriffe

In einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehen verdeutlichte Zelenskyj die Schwere der Lage:

„Wenn sie die Ukraine jeden Tag so treffen, wie sie es im letzten Monat getan haben, werden uns die Raketen ausgehen, und unsere Partner sind sich dessen bewusst.“

Obwohl die Ukraine derzeit über ausreichende Bestände an Luftabwehrraketen verfügt, steht sie vor schwierigen Entscheidungen hinsichtlich der Priorisierung des Schutzes dieser Bestände.

Der Präsident unterstrich den dringenden Bedarf am Patriot-Luftabwehrsystem, einer fortschrittlichen amerikanischen Einrichtung, die entscheidend für die Abwehr russischer ballistischer und hypersonischer Raketenangriffe ist, die Ziele innerhalb von Minuten treffen können.

Die Munitionslücke wird größer

Die Bedenken Zelenskyjs spiegelnd, wies der ukrainische Verteidigungschef, Oleksandr Syrskyj, letzte Woche darauf hin, dass das Munitionsdefizit sich verschlimmert hat, wobei Russland nun einen sechsfachen Vorteil hat.

Diese beunruhigende Diskrepanz wurde erstmals in einem Interview mit der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform offengelegt und veranschaulicht die gewaltigen Herausforderungen, denen sich die ukrainischen Streitkräfte bei der Verteidigung ihres Landes gegenübersehen.

Ein Hoffnungsschimmer: Erwartete Hilfe aus den USA

Trotz dieser düsteren Warnungen gibt es einen Lichtblick. Zelenskyj äußerte sich optimistisch über den Erhalt eines lang erwarteten umfangreichen Militärhilfspakets aus den Vereinigten Staaten, zuversichtlich, dass der Kongress es durch eine Abstimmung genehmigen wird.

„Ich glaube immer noch, dass wir ein positives Ergebnis aus einer Abstimmung im US-Kongress erzielen können“, erklärte er. Dieses bevorstehende Hilfspaket, entscheidend für die fortgesetzte Widerstandsfähigkeit der Ukraine, ist in einem erbitterten politischen Kampf zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress festgefahren.

Jedoch ist die US-NATO-Botschafterin, Julianne Smith, zuversichtlich auf eine Lösung und betont eine „laserfokussierte“ Aufmerksamkeit darauf, der Ukraine die dringend benötigte Munition und Luftabwehrfähigkeiten zu sichern.