'Lebendes Fossil'-Baum, seit 66 Millionen Jahren in der Zeit eingefroren, wird an geheimen Orten gepflanzt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Die geheime Wiederansiedlung der Wollemi-Kiefer.

Wissenschaftler haben begonnen, Bäume, die als „lebende Fossilien“ gelten, an geheimen Orten auszupflanzen, in der Hoffnung, eine seit Millionen Jahren verschollene Spezies zurückzubringen. 

Die Wollemi-Kiefern (Wollemia nobilis), die man glaubte vor 2 Millionen Jahren ausgestorben zu sein, wurden 1994 in den Blue Mountains in Australien wiederentdeckt. 

Jetzt, mit nur etwa 60 verbleibenden Exemplaren im Wollemi-Nationalpark, startet ein ambitioniertes Projekt zur Rettung der Art, berichtet Live Science.

Die Bäume, die seit der Kreidezeit (vor 145 Millionen bis 66 Millionen Jahren) in ihrem Erscheinungsbild nahezu unverändert geblieben sind, sind durch Krankheiten und Waldbrände bedroht. 

Um die Art zu schützen, pflanzt das Wollemi Pine Recovery Team, eine Partnerschaft zwischen australischen Regierungswissenschaftlern und Naturschützern, Jungpflanzen an drei Standorten im Wollemi-Nationalpark wieder aus. 

Die Standorte wurden aufgrund ihrer geologischen Beschaffenheit ausgewählt, die Schutz vor häufigen, intensiven Waldbränden und Dürreperioden bieten könnte.

Trotz der Bemühungen, den jungen Bäumen zu helfen, überleben nur 58 der ursprünglich gepflanzten Setzlinge bis ins Jahr 2023. 

Weitere 502 Wollemi-Kiefern wurden 2021 gepflanzt, um die durch die Brände verlorenen zu ersetzen, mit einer über Erwartungen hohen Überlebensrate dank günstiger La Niña-Wetterbedingungen. 

Die Wissenschaftler betrachten ihre Bemühungen als ein generationenübergreifendes Projekt, dessen Erfolg das Auftreten von Setzlingen der zweiten Generation voraussetzt – ein Prozess, der Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, dauern könnte.