Verteidigungsbeamte arbeiten Überstunden, um die öffentlichen Ängste vor einem geschwächten Militär zu beruhigen.
Wenn ein Land in einen großen Konflikt zieht, beobachtet die Öffentlichkeit meist die Strategie und Truppenbewegungen.
Doch moderne Kriegsführung ist im Grunde reine Mathematik. Irgendwann leeren sich die riesigen Lager.
Die Jagd auf die Informanten
Präsident Donald Trump ist wütend über jüngste Nachrichtenberichte, die behaupten, dem amerikanischen Militär gingen die Präzisionsraketen aus.
Anonyme Quellen behaupteten kürzlich, die Streitkräfte hätten während des andauernden Konflikts im Iran fast alle ihrer modernen taktischen Waffen aufgebraucht.
Der Präsident nutzte Truth Social, um den Mangel zu dementieren und eine scharfe Warnung auszusprechen. Er versprach, die Personen, die diese Informationen weitergeben, aufzuspüren und auf schwere rechtliche Konsequenzen zu drängen.
„Die ‚Verräter‘ dieser verräterischen Äußerungen werden gejagt. Langjährige Haftstrafen werden angestrebt!“, schrieb Trump laut Daily Express auf der Plattform.
Ein schrumpfendes Arsenal
Die Realität vor Ort zeichnet ein komplexes Bild der amerikanischen Militärbereitschaft. Das Center for Strategic and International Studies veröffentlichte kürzlich eine Analyse, die einen erheblichen Rückgang der Verteidigungsbestände detailliert darlegt.
Der Washingtoner Thinktank stellte fest, dass die Bestände an Patriot-Abfangraketen schnell schwinden. Dieser Mangel könnte Kommandeure dazu zwingen, einige ankommende iranische Drohnen passieren zu lassen, nur um Munition zu sparen.
Hochrangige Militärführer schlagen Alarm. General Dan Caine fungiert als Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff. Ein ungenannter Beamter sagte, Caine habe Trump direkt geraten, dass der Mangel an Waffen zukünftige Militäroperationen erheblich einschränken könnte.
Die Kostenbilanz
Verteidigungsbeamte arbeiten Überstunden, um die öffentlichen Ängste vor einem geschwächten Militär zu beruhigen. Pentagon-Sprecher Sean Parnell veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, in der er die jüngsten Leaks zurückwies.
„Amerikas Militär ist das mächtigste der Welt und verfügt über alles, was es braucht, um zu dem vom Präsidenten gewählten Zeitpunkt und Ort zu handeln“, sagte Parnell.
Die finanziellen Kosten des Konflikts steigen weiter. Verteidigungsminister Pete Hegseth informierte den Kongress kürzlich darüber, dass die Kampagne die Steuerzahler bereits 37,5 Milliarden US-Dollar gekostet hat.
Das Pentagon fordert die Gesetzgeber nun auf, weitere 67 Milliarden US-Dollar für den Kauf weiterer Waffen zu genehmigen. Oppositionelle Politiker heben weiterhin die schwindenden Bestände hervor, während sie den Krieg, der Ende Februar ohne Zustimmung des Kongresses begann, scharf kritisieren.
Quellen: Daily Express, Truth Social, Center for Strategic and International Studies, The Pentagon