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Kanadischer Premierminister demütigt Trump mit Seitenhieb: „Anders als ein gewisser Staatschef“

Kanadischer Premierminister demütigt Trump mit Seitenhieb: „Anders als ein gewisser Staatschef“
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Trump beschwerte sich gegenüber der Presse, die kanadischen Staatschefs seien furchtbar.

Technologie hat die Eigenart, genau dann zu versagen, wenn man sie am dringendsten braucht.

Während ein kaputter Bildschirm einen normalen Redner ins Stocken bringen mag, weiß ein erfahrener Politiker zu improvisieren.

Diese Woche verwandelte ein Staatschef eine technische Panne in eine massive diplomatische Spitze.

Mit Humor genommen

Der kanadische Premierminister Mark Carney hielt am Mittwoch eine Rede, als seine Ausrüstung plötzlich ausfiel. Anstatt in peinlichem Schweigen innezuhalten, beugte er sich direkt zum Mikrofon.

Er erklärte dem Publikum genau, was geschehen war. Ohne in Panik zu geraten, verkündete Carney beiläufig, dass sein Lesegerät einfach nicht mehr funktionierte.

„Ich möchte Sie nun darüber informieren, dass der Teleprompter seinen Dienst eingestellt hat“, sagte er dem Publikum laut HuffPost.

Anschließend lieferte er eine perfekt getimte Pointe, die direkt auf das Weiße Haus abzielte. Er scherzte: „Im Gegensatz zu einem bestimmten Staatschef betrachte ich dies nicht als Verschwörung.“

Drei unheilvolle Ereignisse

Das Publikum verstand die Anspielung sofort und brach in Gelächter aus. Carney zielte direkt auf Donald Trump ab, der letztes Jahr bekanntermaßen einen massiven Wutausbruch erlitten hatte.

Während einer Reise zu den Vereinten Nationen hatte der amerikanische Präsident mit einer kaputten Rolltreppe, schlechtem Ton und einem ausgefallenen Bildschirm zu kämpfen. Trump reagierte wütend.

Auf Truth Social erklärte Trump, die technischen Probleme seien tatsächlich gezielte Angriffe gewesen.

„Nicht ein, nicht zwei, sondern drei sehr unheilvolle Ereignisse!“, schrieb Trump online. „Das war kein Zufall, das war dreifache Sabotage bei den UN. Sie sollten sich schämen.“

Eine erbitterte Rivalität

Der Witz unterstreicht eine sich rapide verschlechternde Beziehung zwischen den beiden Nachbarstaaten. Kanada diente historisch als wichtiger amerikanischer Verbündeter, doch die aktuelle Regierung hat diese Dynamik drastisch verändert.

Trump löste kürzlich einen massiven Handelsstreit aus, indem er hohe Zölle auf kanadische Importe erhob. Er drohte sogar mit Vergeltung, nachdem Rauch von kanadischen Waldbränden in den amerikanischen Luftraum gezogen war.

Der Präsident schleudert der kanadischen Regierung regelmäßig Beleidigungen entgegen. Erst diesen Mittwoch beschwerte sich Trump gegenüber der Presse, die kanadischen Staatschefs seien furchtbar.

„Kanada ist fies, ja, sie sind fies“, sagte Trump laut HuffPost. „Ich liebe die Menschen, aber sie sind fies. Fiese Führung.“

Hartes Gegenlenken

Trump verspottet Carney auch regelmäßig, indem er ihn den Gouverneur des 51. Bundesstaates Amerikas nennt. Der kanadische Premierminister weigert sich, nachzugeben.

Carney hat die aggressive Rhetorik aus Washington konsequent infrage gestellt. Während eines jüngsten Gipfels in Davos erhielt er großen Applaus dafür, dass er mittelgroße Nationen aufforderte, sich den Vereinigten Staaten mutig entgegenzustellen.

Quellen: HuffPost, Truth Social