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Ukrainischer Kommandant fleht um Hilfe: Soldaten trinken eigenen Urin zum Überleben

ukraine soldier commander
x/@NeilPHauer

Soldaten verbrachten bis zu zwölf Tage ohne jegliche Nahrung oder frisches Wasser.

Die physischen Belastungen der modernen Kriegsführung gehen weit über feindliches Feuer hinaus.

Wenn Versorgungswege zusammenbrechen, wird das tägliche Überleben schnell zu einer brutalen Prüfung der menschlichen Ausdauer. Eine verzweifelte Einheit hat nun ihre absolute Grenze erreicht.

Ein öffentlicher Hilferuf

Anatoli Sashchuk ist Zugführer der Feuerunterstützung der 121. Unabhängigen Brigade der Territorialverteidigung. Kürzlich veröffentlichte er ein dramatisches Video, in dem er die oberste Militärführung der Ukraine direkt um eine dringende Evakuierung anflehte.

Laut TSN.ua, zitiert von Onet, gab der Offizier an, seine Männer seien seit April ohne Unterbrechung an der Front gefangen. Ihr ursprünglicher Einsatz sollte nur vier Wochen dauern.

Der Kommandant erklärte, dass die Soldaten, die sie abgelöst hatten, acht zermürbende Monate in denselben Stellungen verbracht hätten. Nun sei seine eigene Einheit mit schwersten Entbehrungen konfrontiert.

Urin trinken zum Überleben

Die Militärführung versprach der Einheit ursprünglich zuverlässige Versorgungsabwürfe mittels schwerer Drohnen. Unglücklicherweise für die Männer vor Ort erwies sich die Realität als weitaus anders.

Sashchuk berichtete, seine Männer hätten bis zu zwölf Tage lang absolut keine Nahrung oder frisches Wasser gehabt. Er merkte an, dass die verzweifelten Soldaten gezwungen gewesen seien, ihren eigenen Urin zu trinken, nur um am Leben zu bleiben.

Auch die Kommunikationsnetze erlitten einen vollständigen Zusammenbruch. Nachdem ein Angriff ihr Starlink-Terminal zerstört hatte, verbrachte der Zug zwei Wochen damit, sich ausschließlich auf einfache Handfunkgeräte zu verlassen.

Lebenswichtige medizinische Güter erreichten die Schützengräben selten. Der gravierende Mangel an Flüssigkeit und grundlegenden Medikamenten führte dazu, dass mehrere Soldaten immer wieder das Bewusstsein verloren.

Kommando weist Vorwürfe zurück

Angesichts der hungernden Truppen gab Sashchuk bekannt, er habe seine Männer von ihren Stellungen zurückgezogen, ohne auf eine offizielle Genehmigung zu warten. Das Brigadenkommando veröffentlichte umgehend eine formelle Antwort auf das virale Video.

Militärvertreter wiesen die Vorwürfe zurück und bestanden darauf, dass die Luftlieferungen planmäßig verliefen. Sie gaben an, die Einheit habe im Vormonat fast dreißig Pakete zu je neun Kilogramm erhalten.

Die 121. Brigade räumte die harten Bedingungen auf dem Schlachtfeld ein, argumentierte jedoch, die Aufzeichnung spiegele nicht das vollständige Bild der Situation wider. Sie forderte die Öffentlichkeit nachdrücklich auf, sich mit Urteilen zurückzuhalten.

Parallelen zur Vergangenheit

Hochrangige Offiziere versprachen, sie arbeiteten derzeit an einem sicheren Rotationsplan für die erschöpften Truppen. Dennoch erinnert dieser öffentliche Aufschrei stark an einen ähnlichen Militärskandal vom Frühjahr.

Eine große Versorgungskrise hatte zuvor die 14. Motorisierte Schützenbrigade getroffen und Frontsoldaten monatelang im Stich gelassen. Dieser Vorfall zwang den Generalstab letztendlich dazu, mehrere hochrangige Kommandeure zu entlassen.

Onet News merkte an, dass die Familien der eingesetzten Soldaten genau beobachten, wie die Militärführung diese jüngste Frontkatastrophe löst.

Quellen: Onet News, TSN.ua