Moskau und Washington arbeiten im Stillen an einem konkreten Termin.
Hinter verschlossenen Türen treffen sich oft Vertreter rivalisierender Nationen, um die Wogen der Weltpolitik zu glätten.
Diese stillen Gespräche schaffen es selten in die Abendnachrichten, doch sie sind der Schlüssel zur Wiederherstellung eines normalen Reise- und Handelsverkehrs.
Nun bereiten sich zwei große Weltmächte darauf vor, erneut an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Stille Diplomatie
Moskau und Washington arbeiten im Stillen an einem konkreten Termin für eine neue Runde diplomatischer Gespräche.
Einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge ist das Hauptziel, verschiedene Reibungspunkte auszuräumen, die ihre Beziehung weiterhin belasten.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bestätigte die laufenden Vorbereitungen.
Die Details teilte sie in einem kürzlich geführten Zeitungsinterview mit.
Ein geheimes Abkommen
Die beiden Seiten führen seit Anfang letzten Jahres regelmäßige Gespräche, um diese hartnäckigen Probleme anzugehen.
Der genaue Zeitpunkt bleibt ein streng gehütetes Geheimnis.
Sacharowa erläuterte der Tageszeitung „Iswestija“ die strikte Geheimhaltung des Verhandlungsprozesses.
„Was die Logistik der Treffen zu ‚Reizthemen‘ angeht, so kündigen wir diese auf der Grundlage eines ‚Herrenabkommens‘ mit den Amerikanern nicht an, da wir es für wichtig halten, den Dialog in diesem Format im Stillen zu führen“, sagte sie.
Auf Durchbrüche drängen
Das Fundament für diese bevorstehende Gesprächsrunde wurde bereits vor Wochen gelegt.
TASS berichtete, dass die Einigung bei einem Treffen im Juli zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und US-Außenminister Marco Rubio erzielt wurde.
Nun wollen russische Beamte über kleinere administrative Hürden an ihren Botschaften hinausgehen, um wesentlich größere geopolitische Ziele anzugehen.
Sacharowa erklärte, man strebe „Durchbruchsziele“ an, wie die Rückgabe des beschlagnahmten russischen diplomatischen Eigentums und die Wiederaufnahme des direkten Flugverkehrs.
Reisehürden
Direktflüge zwischen den beiden Nationen sind seit langem ausgesetzt. Dies führt zu massiven logistischen Schwierigkeiten für normale Bürger.
Reisende müssen teure und anstrengende Umwege in Kauf nehmen, nur um den Atlantik zu überqueren. Gleichzeitig haben beide Länder Schwierigkeiten, ihre jeweiligen diplomatischen Vertretungen wieder voll funktionsfähig zu machen.
Die Sprecherin machte das langsame Tempo der Verhandlungen und völlig unterschiedliche diplomatische Ansätze für die anhaltenden Verzögerungen verantwortlich.
Blick in die Zukunft
Trotz des schmerzlich langsamen Fortschritts hält die russische Regierung diese stillen Treffen für absolut unerlässlich.
Sie hoffen, die kleineren Streitigkeiten ausräumen zu können, um sich auf größere Probleme zu konzentrieren. Die Behebung dieser grundlegenden Funktionen ist lediglich der erste Schritt.
„Und wir müssen daran arbeiten, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen“, betonte Sacharowa.
Quellen: TASS, Iswestija