Startseite Krieg Putin mit überraschender Kehrtwende: Gefürchteter Beamter heimlich wieder eingesetzt

Putin mit überraschender Kehrtwende: Gefürchteter Beamter heimlich wieder eingesetzt

Vladimir Putin
Skärmdump / @Gerashchenko_en / X

Der Vermögensspezialist ist offiziell an seinen Schreibtisch zurückgekehrt.

Eine Entlassung bedeutet in der Regel, den Schreibtisch zu räumen und nie wiederzukommen.

Doch in den höchsten und geheimsten Regierungsebenen kann eine Entlassungsverfügung manchmal genauso schnell wieder verschwinden, wie sie erlassen wurde.

Ein hochrangiger Beamter hat genau diese Art von politischem Verschwindenlassen vollzogen.

Eine schnelle Rückkehr

Sergej Botschkarew verlor kürzlich seine sehr einflussreiche Position in der russischen Generalstaatsanwaltschaft. Präsident Wladimir Putin entließ ihn Ende Juli per offiziellem Dekret.

Diese Entscheidung hielt jedoch nicht lange an. Der russische Staatschef hat bereits eine Kehrtwende vollzogen und die ursprüngliche Entlassungsverfügung vollständig aufgehoben.

Eine Quelle, die mit Fontanka sprach, bestätigte diese Woche die plötzliche Wiedereinsetzung. Der anonyme Telegram-Kanal VChK-OGPU und das Nachrichtenportal Rucriminal.info berichteten laut Meduza ebenfalls über die höchst ungewöhnliche Kehrtwende.

Versteckte Dokumente

Beobachter der Regierung bemerkten etwas Merkwürdiges am gesamten Zeitablauf der Ereignisse. Die offiziellen Regierungsdokumente erblickten nie das Licht der Öffentlichkeit.

Bilder des ursprünglichen Präsidialdekrets zur Entlassung des Beamten kursierten weitläufig in verschiedenen Telegram-Kanälen. Die Regierung bemühte sich jedoch nie, das Dokument auf ihrer offiziellen Website für Rechtsakte zu veröffentlichen.

Die neue Anordnung, die ihn wieder in den Dienst zurückholt, ist für die Öffentlichkeit gleichermaßen unsichtbar. Beamte haben beide Beschäftigungsdokumente vollständig vor der offiziellen öffentlichen Aufzeichnung verborgen gehalten.

Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten

Der zurückkehrende Beamte genießt in Moskau einen sehr spezifischen und gefürchteten Ruf. Die Wirtschaftszeitung Kommersant bezeichnete ihn zuvor als den „Chefexperten“, wenn es um die Beschlagnahmung privater Unternehmensvermögen für den Staat geht.

Botschkarew soll die komplizierten Rechtskampagnen zur Übernahme mehrerer großer Unternehmen geleitet haben. Sein aggressives Portfolio umfasste staatliche Operationen, die den Flughafen Domodedowo und das riesige Lebensmittelunternehmen Makfa zum Ziel hatten.

Er überwachte auch die staatliche Übernahme eines großen Goldminenunternehmens namens Yuzhuralzoloto Holding. Diese hochkarätigen Unternehmensbeschlagnahmungen machten ihn zu einer zutiefst gefürchteten Persönlichkeit in Wirtschaftskreisen.

Interner Unmut

Sein vorübergehender Sturz begann anscheinend mit einem Konflikt mit seinem direkten Vorgesetzten. Kommersant berichtete, dass Generalstaatsanwalt Alexander Guzan sich zutiefst unzufrieden mit der Leistung seines Untergebenen gezeigt habe.

Die genauen Gründe für diesen Unmut der Führungsebene bleiben ein völliges Rätsel. Insider haben nie durchsickern lassen, was genau zwischen den beiden mächtigen Männern schiefgelaufen ist, sodass die Öffentlichkeit nur spekulieren kann.

Nun müssen sie einfach wieder zusammenarbeiten. Der Vermögensspezialist ist offiziell an seinen Schreibtisch zurückgekehrt, bereit, dem Staat dabei zu helfen, seine aggressive Kampagne gegen wohlhabende Privatunternehmen fortzusetzen.

Quellen: Fontanka.ru, VChK-OGPU, Rucriminal.info, Kommersant