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Blitzgeburt bei minus 11 Grad: Baby kommt im Auto zur Welt

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Hamburg erlebte am Sonntagabend eine eisige Winternacht.

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Schnee, glatte Fahrbahnen und Temperaturen von rund minus 11 Grad bestimmten das Stadtbild. Inmitten dieser Bedingungen kam ein Baby zur Welt – nicht in einer Klinik, sondern auf dem Beifahrersitz eines Autos.

Geburt auf dem Weg ins Krankenhaus

Das Neugeborene mit dem Namen Evelynn wurde während der Fahrt zur Asklepios Klinik Altona geboren.

Die Eltern, Mirko Schlufter (39) und Linda Türkyilmaz (33), hatten sich auf den Weg gemacht, als sich die Geburt deutlich schneller entwickelte als erwartet. Aufgrund der Witterung war nur langsames Vorankommen möglich.

Evelynn wog bei der Geburt 4.260 Gramm und maß 56 Zentimeter. Sie ist das dritte Kind des Paares, das bereits zwei ältere Kinder hat.

Schnelles Handeln am Straßenrand

Als unterwegs die Fruchtblase platzte, entschieden sich die Eltern, das Auto anzuhalten. Türkyilmaz handelte nach eigener Einschätzung instinktiv.

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Sie erklärte später, sie habe in dem Moment gewusst, dass sie selbst aktiv werden müsse – kurz darauf sei das Kind geboren gewesen.

Gemeinsam versuchten die Eltern, das Baby vor der Kälte zu schützen, indem sie es mit Kleidung und Decken warm hielten.

Parallel dazu setzte der Vater einen Notruf ab und blieb bis zum Eintreffen der Rettungskräfte telefonisch in Kontakt mit der Leitstelle.

Medizinische Versorgung und Entwarnung

Bei der Geburt hatte sich die Nabelschnur um den Hals des Kindes gelegt, konnte jedoch von der Mutter gelöst werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen anschließend die weitere Versorgung.

Laut der Chefärztin der Geburtshilfe an der Asklepios Klinik Altona kommen sehr schnelle Geburten zwar selten vor, seien aber besonders bei weiteren Kindern möglich.

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Entscheidend sei gewesen, dass das Neugeborene sofort warm gehalten wurde. Mutter und Kind konnten später stabil medizinisch versorgt werden.

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