Der General wurde dreimal angeschossen und ins Krankenhaus gebracht.
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Ukraine weist russische Vorwürfe zurück, hinter einem Attentatsversuch auf einen hochrangigen russischen Militärgeheimdienstoffizier zu stehen.
Die Anschuldigung erfolgt vor dem Hintergrund widersprüchlicher Darstellungen aus Moskau und Kyjiw, wobei bislang nur wenige unabhängige Details bestätigt sind.
Russische Behörden erklärten, die Ermittlungen dauerten an, während externe Beobachter Fragen zur Glaubwürdigkeit der offiziellen Darstellung aufwarfen.
Offizielle Dementis
Generalleutnant Wladimir Alexejew, erster stellvertretender Leiter des russischen Militärgeheimdienstes (GRU), wurde am Freitag in Moskau dreimal angeschossen.
Er wurde anschließend schwer verletzt, aber angeblich am Leben, in ein Krankenhaus gebracht.
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Russische Staatsmedien berichteten später, er habe das Bewusstsein wiedererlangt.
Der oder die Schützen flüchteten nach dem Attentatsversuch vom Tatort.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hatte zuvor die Ukraine beschuldigt, den Angriff angeordnet zu haben – eine Anschuldigung, die Kyjiw entschieden zurückgewiesen hat.
Festnahmebehauptungen
Nach Angaben von Reuters teilte der FSB am Sonntag mit, ein Verdächtiger, dem vorgeworfen wird, Alexejew in Moskau angeschossen und verletzt zu haben, sei in Dubai festgenommen und nach Russland ausgeliefert worden.
Der Mann wurde als Ljubomir Korba identifiziert, ein russischer Staatsbürger, geboren 1960 in der ukrainischen Region Ternopil.
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Russische Behörden erklärten, Korba habe auf Anweisung des ukrainischen Sicherheitsdienstes gehandelt. Das Moskauer Bezirksgericht Samoskworezki habe laut russischen staatsnahen Quellen am 7. Februar seine Untersuchungshaft angeordnet.
Der FSB behauptete zudem, dass zwei Komplizen beteiligt gewesen seien – einer in Moskau festgenommen, ein weiterer soll in die Ukraine geflohen sein. Keine unabhängige Quelle hat diese Angaben bestätigt.
Alexejew, seit 2011 ein hochrangiger GRU-Offizier, steht unter Sanktionen der Vereinigten Staaten und wird von westlichen Regierungen beschuldigt, an Cyberoperationen sowie an der Vergiftung von Sergej Skripal im Vereinigten Königreich im Jahr 2018 beteiligt gewesen zu sein.
Quellen: Reuters, russischer FSB, Kreml, The Insider, The Kyiv Independent