Mexikanische Bundeskräfte haben Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, den mutmaßlichen Anführer des Jalisco-New-Generation-Kartells, getötet, bestätigten Regierungsquellen am Sonntag gegenüber EFE.
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Der Tod eines der mächtigsten Drogenhändler des Landes löste in mehreren Bundesstaaten gewaltsame Unruhen aus.
Operation in Tapalpa
Laut EFE fand der Einsatz in Tapalpa statt, etwa 130 Kilometer südlich von Guadalajara, der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco. Während der Sicherheitsrazzia wurden bewaffnete Zusammenstöße gemeldet, und anschließend blieb eine starke Präsenz von Bundeskräften in dem Gebiet bestehen.
Die Behörden haben bislang nicht mitgeteilt, ob bei der Konfrontation weitere Verdächtige festgenommen oder getötet wurden.
Oseguera Cervantes, 56, galt seit Langem als vorrangiges Ziel sowohl mexikanischer als auch US-amerikanischer Behörden. Die Vereinigten Staaten hatten eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führen.
Kartellchef
Washington warf ihm vor, in Mexiko eine „Schreckensherrschaft“ geführt und den Fentanyl-Handel angekurbelt zu haben, der „unzählige unschuldige Leben“ zerstört habe. Im Jahr 2025 setzten die USA das CJNG auf ihre Liste terroristischer Organisationen.
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Unter seiner Führung expandierte das Jalisco-Neue-Generation-Kartell rasch und wurde zu einer der mächtigsten und gewalttätigsten kriminellen Gruppen Mexikos.
Gewaltsame Folgen
Nach Bekanntwerden der Operation wurden in Jalisco und mehreren weiteren Bundesstaaten Straßenblockaden und Brandanschläge gemeldet.
EFE berichtete über Bilder, die in Medien und sozialen Netzwerken kursierten und brennende Fahrzeuge sowie aufsteigenden Rauch in Jalisco, Michoacán, Colima, Nayarit, Aguascalientes und Tamaulipas zeigten. Auch in Guanajuato wurden Geschäfte in Brand gesetzt.
Die Sicherheitskräfte setzten ihre Patrouillen fort, während die Behörden versuchten, die Unruhen einzudämmen.
Quellen: EFE