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Vier Jahre und 1,2 Millionen Opfer – doch russische Kriegsziele nicht erreicht, räumt der Kreml ein

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Der erwartete ukrainische Zusammenbruch ist bislang nicht eingetreten.

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Vier Jahre nachdem russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, räumt Moskau ein, dass seine ursprünglichen Ambitionen weiterhin außer Reichweite liegen.

Dieses Eingeständnis unterstreicht, wie eine Kampagne, die einst als rasch beendet erwartet wurde, sich stattdessen zu einem zermürbenden Konflikt ohne entscheidendes Ergebnis entwickelt hat.

Laut The Kyiv Independent erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am 24. Februar, dass Russland seine zentralen Ziele in der Ukraine bislang nicht erreicht habe.

Vor Journalisten räumte er ein, dass „die Ziele nicht vollständig erreicht wurden“.

Der schnelle Zusammenbruch, der nie eintrat

Zu Beginn der Invasion im Jahr 2022 zeigten sich russische Offizielle und staatliche Medien zuversichtlich, dass die ukrainischen Verteidigungsstellungen rasch zusammenbrechen würden. Auch einige westliche Geheimdienstschätzungen deuteten damals darauf hin, dass Kyjiw innerhalb weniger Wochen fallen könnte.

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Die russische Propagandistin Margarita Simonjan erklärte 2021: „In einem Krieg werden wir die Ukraine in zwei Tagen besiegen“ – eine Aussage, die seither häufig als Sinnbild für Moskaus frühe Erwartungen zitiert wird.

Frühe Erwartungen verblassen

Peskow bekräftigte, dass das erklärte Ziel des Kremls darin bestehe, „die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, die im Osten der Ukraine lebten und leben“. Russland hat sein militärisches Vorgehen stets als Mission zum Schutz der Zivilbevölkerung in der Donbas-Region dargestellt.

Die groß angelegte Invasion hat jedoch landesweit massive Zerstörungen in der Ukraine verursacht. Städte und Ortschaften wurden schwer beschädigt, Tausende Zivilisten wurden getötet, und Krankenhäuser sowie Schulen wurden getroffen, wie ukrainische Behörden und internationale Beobachter berichten.

Der Konflikt hat auch für die russischen Streitkräfte einen hohen Preis gefordert. Der ukrainische Generalstab berichtete am 24. Februar, dass seit Beginn der Invasion etwa 1.261.420 russische Soldaten ums Leben gekommen seien.

Quellen: Ukrainischer Generalstab, The Kyiv Independent

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