Russland hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau unverzüglich freizulassen, und damit die diplomatischen Spannungen wegen ihrer gemeldeten Festnahme weiter verschärft.
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Der Appell wurde auf einem internationalen Forum vorgebracht, auf dem Moskau Washington vorwarf, gegen internationale Normen zu verstoßen und sich in die Souveränität Venezuelas einzumischen, berichtet TASS.
Moskau fordert Freilassung
Bei einem Treffen der Gruppe der Freunde zur Verteidigung der Charta der Vereinten Nationen in Genf forderte der stellvertretende russische Außenminister Dmitri Ljubinski die USA auf, ihre Maßnahmen rückgängig zu machen.
„Wir fordern Washington nachdrücklich auf, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Ehefrau unverzüglich freizulassen. Wir stehen fest für die Achtung der Souveränität Venezuelas und eine friedliche Beilegung aller Differenzen“, sagte er laut der russischen staatlichen Nachrichtenagentur TASS.
Ljubinski bezeichnete die US-Operation vom 3. Januar in Venezuela als Verstoß gegen die UN-Charta. Zudem kritisierte er die seit Langem bestehenden US-Sanktionen und argumentierte, diese hätten die wirtschaftliche und humanitäre Lage in Venezuela verschärft.
Gerichtsverfahren
Maduro und seine Ehefrau erschienen am 5. Januar vor dem US-Bundesgericht für den südlichen Bezirk von New York, berichtete TASS. Ihnen werden Drogendelikte zur Last gelegt; sie bekannten sich nicht schuldig.
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Die Agentur berichtete, das Paar sei nach einer US-Operation am 3. Januar, die auf Standorte in Caracas abzielte, festgenommen worden. Präsident Donald Trump bestätigte später, dass Maduro gefasst und außer Landes gebracht worden sei.
Weiterreichende Auswirkungen
Moskau stellte den Vorfall als Angriff auf die Souveränität Venezuelas und als besorgniserregende Entwicklung in den internationalen Beziehungen dar.
Die Vereinigten Staaten haben sich bislang nicht öffentlich zu den jüngsten Äußerungen Russlands geäußert. Washington hat Maduro zuvor eine Beteiligung am Drogenhandel vorgeworfen – Vorwürfe, die er zurückweist.
Der Vorfall verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, wobei Venezuela erneut im Zentrum geopolitischer Spannungen steht.
Quellen: TASS