Die militante Bewegung schwor, „unerbittlich“ zu kämpfen.
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Die Spannungen in Syrien haben sich deutlich verschärft, nachdem der IS eine neue Kampagne gegen die Führung des Landes angekündigt hat.
In einer am Sonntag veröffentlichten Audiobotschaft verurteilte die Gruppe die Regierung von Präsident Ahmad Al Shara und rief ihre Unterstützer dazu auf, die Angriffe zu intensivieren.
Die Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Damaskus daran arbeitet, die Kontrolle über Gebiete zu festigen, die einst von kurdisch geführten Kräften dominiert wurden.
Eine neue Bedrohung
Laut The National erklärte Abu Hudhayfa Al Ansari als Sprecher des IS, Syrien sei in ein „neues Kapitel“ des Konflikts eingetreten. Er bezeichnete Herrn Al Shara als „neuen Despoten“ und warnte, sein Schicksal „werde nicht besser“ sein als das des ehemaligen Präsidenten Bashar Al Assad.
Al Ansari warf der aktuellen Führung vor, mit Ankara und Washington verbündet zu sein. Er behauptete, die vorherigen Machthaber und ihre iranischen Verbündeten seien „rasch ersetzt“ worden durch eine Regierung, die Washington „hörig“ sei und den „Teufeln der Türken und des Westens verpflichtet“ sei.
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Zudem bezeichnete er die Offensive vom Dezember 2024, die Herrn Al Shara an die Macht brachte, als eine von Washington „gesteuerte“ türkische Operation, mit der ein von ihm als „Marionettenführer“ bezeichneter Politiker eingesetzt worden sei.
„Das neue syrische Regime mit seiner säkularen Regierung und nationalen Armee sind Ungläubige und Abtrünnige“, sagte Al Ansari und forderte seine Anhänger auf, „sie unerbittlich zu bekämpfen“.
Von Trump gelobt
Nach dem Sturz des früheren syrischen Diktators Bashar al-Assad wurde der ehemalige Rebellenkommandeur Ahmed Hussein al-Sharaa zum amtierenden Präsidenten Syriens ernannt.
Al-Sharaa traf sich mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Ende Januar 2026, nach einem Telefonat zwischen den beiden Staatschefs, lobte Donald Trump al-Sharaa und erklärte, er sei „sehr zufrieden“ mit den Entwicklungen in Syrien, berichtete Al Jazeera damals.
Nach dem ersten Treffen der beiden Männer kündigte Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen Syrien an. Diese solle Syrien dazu ermutigen, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren, heißt es in einem im Mai 2025 veröffentlichten Kommentar von Chatham House.
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Quellen: The National, offizielle syrische und irakische Stellungnahmen, Al Jazeera, Chatham House