Australiens Premierminister wurde vorübergehend aus seiner offiziellen Residenz in Canberra verlegt, nachdem die Behörden von einem Sicherheitsvorfall gesprochen hatten.
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Die Polizei teilte später mit, dass keine verdächtigen Gegenstände gefunden wurden, und bestätigte, dass keine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe, berichtet The Mirror.
Vorfall in The Lodge
Rettungskräfte wurden am Dienstag gegen 18 Uhr AEDT zu The Lodge, der Residenz des Premierministers nahe dem Parlamentsgebäude, entsandt.
Die Australische Bundespolizei (AFP) erklärte, sie habe auf einen „mutmaßlichen Sicherheitsvorfall“ auf dem Gelände reagiert.
„Eine gründliche Durchsuchung eines Schutzobjekts wurde durchgeführt, und es wurde nichts Verdächtiges festgestellt. Derzeit besteht keine Bedrohung für die Gemeinschaft oder die öffentliche Sicherheit. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit bereitgestellt“, teilte die AFP mit.
Anthony Albanese wurde vorsorglich an einen anderen Ort gebracht und kehrte kurz nach 21 Uhr in die Residenz zurück, nachdem die Überprüfungen abgeschlossen waren.
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Sicherheitsreaktion erläutert
Der frühere AFP-Detective-Superintendent David Craig, der zuvor als Personenschützer eines Premierministers tätig war, erklärte, die Entscheidung zur Evakuierung des Regierungschefs zeige, dass die Angelegenheit ernst genommen worden sei.
„Das ist keine bloße Online-Drohung … Es muss eine gewisse Bestätigung gegeben haben, damit die (Polizei) auf diese Weise handelt“, sagte er gegenüber Sky News Australia.
„Es gibt eine Reihe von Plänen, und je nach Ziel oder Art der Bedrohung werden diese Pläne umgesetzt, und die Reaktion wird angemessen sein“, fügte er hinzu.
Zunehmende Bedrohungen
Der Vorfall folgt auf jüngste Warnungen der AFP-Kommissarin Krissy Barrett vor steigenden Risiken für gewählte Amtsträger.
„Wir erleben einen anhaltenden Anstieg individueller Ressentiments, darunter auch Personen, die bereit sind, im Internet Drohungen auszusprechen und diese dann umzusetzen“, sagte Barrett vor einem Ausschuss des Senats.
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Nach Angaben der AFP werden jedes Jahr Hunderte von Drohungen gegen Parlamentsmitglieder auf allen Regierungsebenen ausgesprochen.
Quellen: The Mirror, Sky News Australia, Australian Federal Police