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ISW: Putin könnte einen unter falscher Flagge inszenierten Strahlenzwischenfall provozieren, um der Ukraine die Schuld zu geben

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Der russische Auslandsgeheimdienst behauptet, über nachrichtendienstliche Erkenntnisse zu verfügen, wonach der Westen plane, die Ukraine mit Atomwaffen oder sogenannten „schmutzigen“ Bomben zu versorgen.

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Russland könnte Ängste vor einem radiologischen Notfall in der Ukraine ausnutzen, um die globale öffentliche Meinung zu beeinflussen und Kyjiw zu untergraben, schreibt das Institute for the Study of War (ISW) in seinem Lagebericht zum Krieg vom 24. Februar 2026.

Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da Moskau seine nukleare Rhetorik gegenüber westlichen Staaten verschärft, die über langfristige Sicherheitsvereinbarungen für die Ukraine beraten.

Die in Washington ansässige Denkfabrik erklärt, der Kreml verschärfe seine Botschaften, während sich die Diskussionen unter den europäischen Verbündeten intensivierten.

Unbegründete Anschuldigungen gegen die Ukraine

Um zu verstehen, warum das ISW die Möglichkeit eines unter falscher Flagge inszenierten Strahlenzwischenfalls in Russland in Betracht zieht, lohnt sich ein Blick auf Erklärungen des Auslandsgeheimdienstes der Russischen Föderation (SVR).

Am 24. Februar 2026 erklärte der SVR, er verfüge über Informationen, wonach Frankreich und das Vereinigte Königreich angeblich planten, die Ukraine mit Atomwaffen oder sogenannten „schmutzigen“ Bomben zu beliefern.

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Schmutzige Bomben sind mit radioaktivem Material versehene konventionelle Waffen. Sie haben nicht die gleiche Sprengkraft wie Kernwaffen, würden jedoch nach einer Explosion radioaktive Strahlung freisetzen.

Der SVR legte keine Beweise für diese Behauptungen vor, die sowohl von der Ukraine als auch vom Vereinigten Königreich und von Frankreich zurückgewiesen wurden.

Befürchtungen einer Provokation

Das ISW warnte, Russland könnte versuchen, einen radiologischen Zwischenfall auf ukrainischem Gebiet politisch auszunutzen.

Die Denkfabrik hält es für möglich, dass Moskau ein solches Ereignis entweder inszeniert oder ausnutzt und anschließend Kyjiw beschuldigt, nukleares oder radiologisches Material eingesetzt zu haben.

Ein solcher Schritt wäre dem Bericht zufolge darauf ausgelegt, die internationale Unterstützung für die Ukraine zu untergraben und die ukrainische Öffentlichkeit zu verunsichern.

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Quellen: Institute for the Study of War, Medienberichte