Die Vereinigten Staaten haben neues Filmmaterial veröffentlicht, das einen weiteren Angriff auf iranische Militäranlagen zeigt – offenbar ein weiterer Schlag gegen Teherans Luftverteidigung.
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Nach Einschätzung von Analysten könnte eines der getroffenen Systeme ein in Russland hergestelltes Tor-M1-Flugabwehrraketensystem gewesen sein.
Präzisionsschlag veröffentlicht
Von US Central Command (CENTCOM) veröffentlichtes Videomaterial zeigt eine Rakete, die ein kettenbetriebenes, mit Radar ausgestattetes Luftabwehrfahrzeug trifft, gefolgt von dichtem schwarzen Rauch, der vom Einschlagsort aufsteigt.
Der genaue Ort des Angriffs sowie der eingesetzte Flugzeug- oder Startsystemtyp wurden nicht bekannt gegeben.
Das Verteidigungsportal ArmyRecognition berichtete, dass das zerstörte System einem russischen Tor-M1 ähnelt, einem Kurzstrecken-Luftabwehrsystem, das von Moskau weit verbreitet exportiert wird.
Vergeltung und Eskalation
CENTCOM erklärte, der Angriff sei Teil einer umfassenderen Kampagne zur Schwächung der iranischen Raketen- und Drohnenfähigkeiten gewesen.
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Die Operation folgt auf eine Reihe iranischer Kamikaze-Drohnen- und Raketenangriffe auf US-Verbündete in der Golfregion am Sonntag.
Nach Angaben des US-Militärs besteht das Ziel darin, Bedrohungen für amerikanisches und verbündetes Personal zu verringern und zugleich Teherans Fähigkeit zu weiteren Angriffen einzuschränken.
Russische Systeme im Fokus
Irans Luftverteidigungsnetz umfasst von Russland gelieferte Systeme wie das Tor-M1 sowie das weitreichendere S-300PMU-1.
Beide sind darauf ausgelegt, Flugzeuge und anfliegende Raketen in mittleren Höhen abzufangen, und spielen eine zentrale Rolle beim Schutz wichtiger Infrastruktur und militärischer Anlagen.
Im Dezember 2025 unterzeichneten Iran und Russland Berichten zufolge ein Abkommen über die künftige Lieferung tragbarer 9K333-Verba-Luftabwehrsysteme, mit geplanten Lieferungen zwischen 2027 und 2029. Einige Berichte deuten darauf hin, dass begrenzte Ausrüstung bereits früher eingetroffen sein könnte.
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Teheran bemüht sich zudem um den Erwerb des moderneren russischen Systems S-400 Triumf, wobei bislang keine bestätigten Lieferungen bekannt gegeben wurden.
Umfangreichere Schäden
Iran betreibt auch im Inland produzierte Systeme wie das Bawar-373, das als Alternative zu russischen Plattformen entwickelt wurde.
CENTCOM erklärte jedoch, dass mehrere iranische Luftabwehrsysteme in der Anfangsphase des aktuellen Konflikts zerstört worden seien.
Das jüngste Filmmaterial unterstreicht die Verwundbarkeit von Teherans Verteidigungsnetz angesichts anhaltender Angriffe und wachsender regionaler Spannungen.
