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New York schlägt Steuer auf hochpreisige Zweitwohnungen vor – Trump ist empört

New York schlägt Steuer auf hochpreisige Zweitwohnungen vor – Trump ist empört
noamgalai / Shutterstock.com + Karamccurdy / Wiki Commons

Der US-Präsident hat einen Angriff auf den jüngsten Steuervorschlag der Stadt New York gestartet, der eine lokale Wohnungsmaßnahme zu einem landesweiten Streitpunkt gemacht hat. Der Konflikt geht inzwischen über politische Details hinaus und berührt Fragen von Investitionen, Ungleichheit und der Zukunft hochwertiger Immobilien in Großstädten. Im Mittelpunkt steht ein Plan, der Tausende teurer Immobilien betreffen könnte, die einen Großteil des Jahres leer stehen.

Donald Trump ist unzufrieden, und seine Kritik ist scharf. Laut Forbes schrieb er: „Die STEUER-, STEUER-, STEUER-Politik ist SO FALSCH“, und warf der Stadtführung vor, Maßnahmen voranzutreiben, die das wirtschaftliche Vertrauen untergraben könnten.

Die Äußerung erhöhte rasch die Brisanz. Was zuvor ein kommunaler Vorschlag zur Einnahmenerzielung war, ist nun mit einer umfassenderen Frage verknüpft: Wird die Besteuerung von in Immobilien gebundenem Vermögen Investitionen in Städte wie New York abschrecken?

Gouverneurin Kathy Hochul wies dieses Argument zurück und sagte: „Wenn Sie sich einen Zweitwohnsitz im Wert von 5 Millionen Dollar leisten können, der die meiste Zeit des Jahres leer steht, können Sie es sich leisten, wie alle anderen New Yorker Ihren Beitrag zu leisten.“

Dieser Gegensatz verdeutlicht die Trennlinie. Die eine Seite sieht Risiken für das Wachstum, die andere eine Gerechtigkeitslücke, die geschlossen werden muss.

Fokus auf ungenutztes Vermögen

Der Vorschlag richtet sich konkret gegen sogenannte Pied-à-terre-Immobilien, hochpreisige Wohnungen, die Personen gehören, die anderswo leben. USA Today berichtet, dass die Steuer für Wohnsitze im Wert von über 5 Millionen Dollar gelten würde, die nicht als Hauptwohnsitz genutzt werden.

Diese Einheiten sind zu einem sichtbaren Bestandteil der Skyline von Manhattan geworden, jedoch nicht immer seines Alltagslebens. Einige Wohnungsanalysten schätzen, dass ein erheblicher Anteil an Luxuswohnungen einen Großteil des Jahres unbewohnt bleibt, was ihre Rolle bei der Entlastung des Wohnungsmarktes einschränkt.

Stadtvertreter beschreiben die Maßnahme als gezielt gegen „ultrareiche Nichtansässige und globale Eliten, die Immobilien in New York City als Mittel zur Vermögensspeicherung statt als Wohnraum nutzen“, schreibt USA Today.

Die Stadt rechnet mit jährlichen Einnahmen von rund 500 Millionen Dollar. Ökonomen warnen jedoch, dass die Ergebnisse vom Verhalten der Eigentümer abhängen. Diese könnten ihre Immobilien vermieten, verkaufen oder ihre Investitionen umlenken – jedes Szenario hätte sehr unterschiedliche Auswirkungen auf das Wohnungsangebot und die Steuereinnahmen.

Erfahrungen aus anderen Regionen

Versuche, untergenutzten Wohnraum zu besteuern, sind nicht neu, doch die Ergebnisse sind uneinheitlich. USA Today verweist auf Maßnahmen in Regionen wie British Columbia und Oakland, wo Leerstandssteuern eingeführt wurden, um leerstehende Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen.

In Frankreich wird Immobilienvermögen ab einem bestimmten Schwellenwert besteuert – ein anderer Ansatz, aber mit einer ähnlichen Sorge: dass Immobilien eher als Finanzanlage denn als Wohnraum fungieren.

Die Bilanz ist gemischt. Einige Städte konnten mehr Wohnungen auf den Mietmarkt bringen, während andere Schwierigkeiten bei der Durchsetzung hatten oder nur begrenzte Veränderungen verzeichneten.

Bürgermeister Mamdani bezeichnete den Vorschlag als Teil einer umfassenderen Korrektur und erklärte: „Gemeinsam mit der Gouverneurin arbeitet unsere Verwaltung jeden Tag daran, sicherzustellen, dass wir dieses Haushaltsdefizit auf faire Weise angehen, indem die Wohlhabenden ihren angemessenen Beitrag leisten und unser Haushalt unser Engagement für die arbeitenden New Yorker widerspiegelt, die aus unserer Stadt verdrängt werden.“

Der Plan geht nun in die gesetzgeberische Debatte in Albany, wo Details unter dem Druck sowohl der Immobilienbranche als auch von Wohnungsbefürwortern noch verändert werden könnten. Ob das Vorhaben Gesetz wird oder nicht, hat der Streit bereits etwas Größeres signalisiert: Städte sind zunehmend bereit zu testen, wie weit sie bei der Besteuerung von in leerstehenden Immobilien gebundenem Vermögen gehen können.

Quellen: USA Today, Forbes