In Afrika wächst die Besorgnis über Berichte, wonach Bürger aus mehreren Ländern rekrutiert werden, um auf russischer Seite im Krieg gegen die Ukraine zu kämpfen. Kenianische Behörden erklärten, sie würden das Thema direkt mit Moskau ansprechen, nachdem Familien berichtet hatten, dass ihre Angehörigen an der Front gelandet seien.
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Die Entwicklung hat diplomatische Fragen ausgelöst und Forderungen nach Aufklärung darüber laut werden lassen, wie afrikanische Staatsbürger in den Konflikt hineingezogen werden, berichtet o2.pl.
Kenia fordert Antworten
Kenyas Außenminister Musalia Mudavadi erklärte, er wolle das Thema während eines geplanten Besuchs in Russland später in dieser Woche ansprechen, berichtet Reuters, zitiert vom polnischen Portal o2.pl.
Mudavadi sagte, er beabsichtige, russische Vertreter zur Rekrutierung kenianischer Staatsbürger für die russische Armee zu befragen.
Familien fordern Maßnahmen
Der Druck auf die kenianische Regierung wächst, da Familien berichten, dass Angehörige in die Kämpfe verwickelt worden seien.
Laut Reuters sagen einige Familien, ihre Verwandten seien angeworben worden und hätten sich später an der Front in der Ukraine wiedergefunden.
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Sie fordern die Regierung auf, einzugreifen und bei der Rückkehr der Betroffenen zu helfen.
Bedenken wegen Rekrutierung
Ukrainische Behörden gehen davon aus, dass bereits mehr als 1.700 Bürger aus afrikanischen Ländern auf russischer Seite am Krieg beteiligt sein könnten.
Einige Analysten vermuten, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher sein könnte.
Viele Rekrutierte werden Berichten zufolge von Vermittlern angesprochen, die scheinbar zivile Arbeitsstellen oder Ausbildungsmöglichkeiten anbieten, bevor sie nach Russland geschickt werden.
Diplomatischer Fokus
Kenianische Behörden erklärten, sie wollten von Moskau eine Erklärung darüber erhalten, wie ihre Staatsbürger angeworben und eingesetzt werden.
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Der Fall unterstreicht die wachsende internationale Besorgnis über die Rolle ausländischer Kämpfer im Krieg und die Methoden, mit denen sie angeworben werden.
Quellen: o2.pl, Reuters