Sie warnt auch, dass dies sogar die russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine beeinträchtigen könnte.
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Ein prominenter russischer politischer Kommentator hat Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Kontrolle des Landes über das Internet geäußert.
Die Warnung kommt, da die Behörden angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen tiefgreifendere digitale Beschränkungen in Erwägung ziehen.
Forbes berichtete unter Berufung auf Quellen, dass das System der „weißen Liste“ letzte Woche in Moskau in Betrieb genommen wurde. Eine Quelle innerhalb eines Internetanbieters teilte dem Medium mit, dass das System noch nicht voll funktionsfähig sei.
Die genehmigte Liste umfasst Regierungsplattformen wie Gosuslugi und offizielle staatliche Websites sowie Dienste wie Yandex. Soziale Netzwerke, die von VK betrieben werden, darunter VKontakte und Odnoklassniki, sind ebenfalls zugänglich.
Westliche Analysten sehen dies als einen Versuch, den Informationsfluss in Russland zu kontrollieren – und es könnte dem Kreml selbst „eine Katastrophe bringen“, warnt ein Pro-Kreml-Blogger.
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Wachsende Bedenken
Laut la.lv hat die russische Bloggerin und Analystin Julia Latinina Vorschläge zur Einführung strengerer Internetkontrollen kritisiert, einschließlich der Beschränkung des Zugangs zu genehmigten Websites durch sogenannte „weiße Listen“.
Sie warnte, dass solche Maßnahmen unbeabsichtigte Folgen für das Land haben könnten. Latinina bezeichnete den Schritt als mögliches „Black-Swan“-Ereignis, also eine plötzliche und schädliche Entwicklung.
„Eine solche Entscheidung könnte sogar die Fähigkeit Russlands beeinträchtigen, den Krieg fortzusetzen“, sagte sie und betonte die potenziellen strategischen Risiken.
Digitales Rückgrat
Laut Latinina hat Russland in den letzten Jahren eine beträchtliche digitale Wirtschaft entwickelt. Dieser Sektor wurde weitgehend von privaten Unternehmern, Online-Kreativen und alltäglichen Nutzern und weniger durch direkte staatliche Beteiligung angetrieben.
Sie argumentierte, dass dieses Ökosystem eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Einkommen und Wirtschaftstätigkeit gespielt hat, insbesondere in Kriegszeiten.
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Das Wachstum von Online-Diensten und -Plattformen hat dazu beigetragen, den breiteren wirtschaftlichen Druck abzufedern, was sie zu einer wichtigen Säule der Widerstandsfähigkeit macht.
Zusammenbruchsrisiko
Latinina warnte, dass die Einführung strenger Kontrollen dieses fragile System demontieren könnte. Sie schlug vor, dass der Ersatz durch ein stark reguliertes Netzwerk wahrscheinlich zu Ineffizienzen und höheren Kosten führen würde.
Ein solcher Übergang könnte zu einer schwächeren Produktion und geringeren wirtschaftlichen Vorteilen führen und einen der wenigen dynamischen Sektoren des Landes untergraben.
In einer Zeit, in der Russland bereits mit militärischen und wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert ist, könnten weitere Beschränkungen die internen Schwachstellen vertiefen und seine Gesamtposition schwächen, sagte sie.
Quellen: la.lv, Institute for the Study of War, Erklärungen des Kremls, Forbes