Die Warnung wurde im Anschluss an die erste NATO-Übung unter voller Beteiligung der neuesten Mitglieder, Schweden und Finnland, ausgesprochen.
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Im November 1939 brach ein Krieg aus. Die restliche Welt war mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt, der drei Monate zuvor begonnen hatte, aber am 30. November 1939 startete die Sowjetunion eine Invasion ihres nördlichen Nachbarn Finnland.
Der Krieg endete dreieinhalb Monate später mit einem – rein technisch gesehen – sowjetischen Sieg, der aber nicht auf sowjetischer militärischer Leistungsfähigkeit beruhte.
Trotz einer enormen Überlegenheit an Feuerkraft erlitten die Sowjets massive Verluste und erzielten nur sehr geringe Fortschritte. Die Finnen leisteten einen heldenhaften Widerstand, und obwohl Finnland etwa 70.000 Verluste erlitt, verloren die Sowjets zwischen 321.000 und 381.000 Mann.
Der Krieg endete damit, dass Finnland etwa 9 % seines Territoriums abtrat, aber wenn der russische Präsident Wladimir Putin erwägt, den sowjetischen „Sieg“ zu wiederholen, wird er einem völlig anderen Gegner gegenüberstehen.
Tatsächlich wird er auf das mächtigste Militärbündnis der Welt treffen.
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Historische NATO-Übungen auf finnischem Gebiet
Tief in den Wäldern Finnlands proben verbündete Einheiten der NATO Kriegsszenarien, die darauf abzielen, die Einsatzbereitschaft unter Druck zu testen.
Laut Nettavisen simulieren die Übungen einen potenziellen Angriff auf Finnland und untersuchen, wie verbündete Streitkräfte in einem solchen Szenario reagieren würden.
Der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik besuchte am Montag Rovaniemi, wo Streitkräfte aus mehreren NATO-Staaten Seite an Seite trainieren.
Er sagte, die Übung zeige, wie Finnland sein Territorium gegen eine angreifende Streitmacht verteidigen würde, und betonte die Bedeutung der Koordination zwischen den NATO-Verbündeten.
Er richtete auch eine direkte Warnung an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
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„Wenn er Pläne für einen Angriff auf die NATO im Norden in Erwägung zieht, wird er auf das mächtigste Militärbündnis der Geschichte treffen“, sagte Sandvik gegenüber Nettavisen.
Neue strategische Karte
Die Übung ist Teil von Cold Response 2026 unter der Führung Norwegens und markiert die erste Teilnahme Schwedens und Finnlands als vollwertige NATO-Mitglieder.
Sandvik merkte an, dass ihre Mitgliedschaft die strategische Landschaft der Region erheblich verändert und eine stärkere und besser vernetzte nördliche Verteidigungsstruktur schafft. Er verwies auf verbesserte Abschreckungsfähigkeiten nach ihrer Aufnahme.
Mehr als 32.000 Soldaten aus 14 Nationen nehmen teil, davon rund 7.500 in Finnland. Sandvik betonte auch Finnlands lange Grenze zu Russland und seine historische Erfahrung in der Verteidigung gegen Bedrohungen aus dem Osten.
Globale Spannungen nehmen zu
Die Übung findet inmitten des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Instabilität im Nahen Osten statt, was die Vorbereitungsbemühungen der NATO zusätzlich dringlicher macht.
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Sandvik sagte, die aktuelle globale Situation erhöhe das Risiko eines umfassenderen Konflikts, betonte aber, dass sich das Bündnis aktiv auf eine mögliche Eskalation vorbereite.
Trotz der Spannungen wird Norwegen keine Seestreitkräfte in die Straße von Hormus entsenden, sondern sich weiterhin auf die Überwachung der Aktivitäten in den nördlichen Gewässern und die Wahrung der regionalen Sicherheit konzentrieren.
Quellen: Nettavisen